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Mitteilung des Bürgermeisters der Stadt Jüterbog zum journalistischen Stil der örtlichen Tageszeitung

 

Die heutige Schlagzeile der Märkischen Allgemeinen Zeitung: „Bürgermeister stellt Mitarbeiterin kalt“ ist Ausdruck ihrer zwischenzeitlich überwiegend von mir empfundenen reißerischen Aufmachung. Aus meiner Sicht als Bürgermeister ist die Märkische Allgemeine zwischenzeitlich ein Blatt, welches sich fortwährend durch Falschmeldungen, Ungenauigkeiten, schlechte Recherche und Vermutungen am Markt behauptet.

 

Ich bin verärgert und empört über diesen journalistischen Stil, sofern man davon überhaupt noch sprechen kann.

 

Sie schreckt selbst nicht zurück, eine Mitarbeiterin namentlich in der Öffentlichkeit als fragwürdig darzustellen, die nach Jahrzehnten mit Energie und Fleiß nicht unerhebliche Erfolge der Stadt das Ergebnis auch ihrer Arbeit nennt.

 

Habe ich mich bisher vor Richtigstellungen zu Pressemeldungen gestreubt, muss ich hier eine Ausnahme machen. Sofern Mitarbeiter der Stadtverwaltung ohne erkennbaren Grund verunglimpft werden, zumal in der Öffentlichkeit, hört bei mir der Spass auf.

 

Bereits im Dezember habe ich die Stadtverordeten von meinen Gedanken, im Haus personell umzustrukturieren, informiert. Es gab in der Dezembersitzung dieses Organs keine Einwendungen dagegen. Zu der geplanten Umsetzung führten Bürgermeister und die Mitarbeiterin mehrere Gespräche, in deren Ergebnis einvernehmlich die Umsetzung vereinbart wurde. Die Bedingungen von der Tarifbeschäftigen wurden vom Bürgermeister vollumfänglich berücksichtigt und langfristig zugesagt. Der Personalrat ist beteiligt worden. Ihre neue Aufgabe ist inhaltlich vergleichbar hochwertig, wie ihre bisherige Tätigkeit. Das Bauarchiv soll im Regelfall durch eine Beschäftigte mit Hochschulabschluss geführt werden. Das soll auch künftig in vielen Jahren so bleiben. Gerade weil die ausscheidende Mitarbeiterin im Archiv dankenswerterweise einen Fundus aufgebaut und professionell gepflegt hat, der durchdacht sortiert ist und da der Arbeitsaufwand im Bauamt in den letzten Jahren enorm zugenommen hat, ist es von besonderer Wichtigkeit, dass hier eine Mitarbeiterin eingearbeitet wird, die eine hohe Auffassungsgabe hat. Dies wird gelingen.

 

Seit diese Zeitung, die nach eigenem Bekennen seit September 1995 nicht mehr unabhängig und überparteilich ist, nach meinem Dafürhalten sehr deutlich erkennen ließ, dass sie weniger Recherche, sondern mehr das Reißerische in den Vordergrund stellt, lehne ich die Zusammenarbeit mit ihr und insbesondere mit dem Mitarbeiter vor Ort ab. Stattdessen komme ich meiner Informationspflicht gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern über andere Printmedien, die kostenfrei jeden Haushalt erreichen, über die Stadtverordnetenversammlungen, über facebook, das Amtsblatt und auch die gut gepflegte Stadthomepage nach.

Die Zeit, in der teilweise bis zu fünf Mitarbeiter der MAZ in Jüterbog recherchierten, die überdies einen örtlichen Bezug zur Stadt hatten, ist leider seit gut drei Jahren vorbei. Auch die Redaktion vor Ort existiert nach meiner Wahrnehmung nur noch fragmenthaft. So erklärt sich auch für mich als Bürgermeister zumindest teilweise der aus meiner Betrachtung heraus große Qualitätsverlust.

 

Nur einige Beispiele für Falschmeldungen und irreleitende Überschriften der MAZ, die jedoch in der Öffentlichkeit zu erheblichen Reaktionen führten, möchte ich anführen:

-2016 Mitte des Jahres „Kitagebühren werden erhöht“- bis heute ist keine Neufassung der Satzung erfolgt

-gut eine Woche, nachdem zwischen Bürgermeister und Landrätin klar ist, dass die Lindenschule natürlich nach den Ferien offen ist und dass die noch offenen Mängel sukzessive abgestellt werden kündigt die MAZ im September 2016 an: „Grundschule kurz vor der Zwangsschließung“

-2016 verkündet die MAZ, der Verfügungsfonds des Bürgermeisters wird überprüft, was selbstredend einiges vermuten lässt- faktisch wurde ein entsprechender Beschluss von den Stadtverordneten nicht gefasst

-„Altanschließer- WAZ will alle Beiträge erstatten“- auch dies ist eine Falschmeldung, da nicht ansatzweise die praktische Realisierbarkeit selbst bei geäußerten Wünschen einiger Politiker geklärt sind

Die Liste ließe sich noch einigen Beispielen fortführen.

 

 

Arne Raue

Bürgermeister der Stadt Jüterbog

 

 

 

 

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