Veranstaltungen
 
 
Link verschicken   Drucken
 

Stadtgeschichte und Geschichten

 

Noch heute ist die Altstadt von Jüterbog durch die Bauten des Mittelalters geprägt. Sofort fallem dem Besucher die gewaltigen Türme von St. Nikolai ins Auge, oder auch die drei Stadttore, durch die man in die Altstadt gelangt. Jüterbog war über die Jahrhunderte hinweg immer wieder Schauplatz bedeutender historischer Ereignisse:
Martin Luther schlug im benachbarten Wittenberg seine Thesen zur Reformation der Kirche an die Tür, als Ablassprediger Johann Tetzel in Jüterbog zu Gange war,

Wallenstein weilte während des 30jährigen Krieges hier,

der Preußenkönig Friedrich eröffnete den Siebenjährigen Krieg von Jüterbog

und zu Kaiser-Wilhelm-Zeiten galt Jüterbog als größte Garnisonsstadt Deutschlands.

In der Zeit der Deutschen Romantik schrieb Achim von Arnim aus dem benachbarten Wiepersdorf an "Des Knaben Wunderhorn", Theodor Fontane verewigte Jüterbog in seinen "Wanderungen durch die Mark Brandenburg"  und wer kennt nicht das Märchen vom "Schmied zu Jüterbog", der den Tod mit Birnbaum und Kohlesack austrickste? Ludwig Bechstein schrieb das Stadtmärchen auf. Während der Zeit der Nationalsozialisten war Jüterbog Ausbildungsstätte für sämtliche Rechtsreferendare der Jahrgänge 38 - 44 Deutschlands, zu DDR-Zeiten einer der größten Standorte der stationierten Truppen der Sowjetunion. In Jüterbog sind nahezu aus allen Epochen der Geschichte Spuren zu entdecken und erkunden. Eine Reise nach Jüterbog ist wie eine Reise

in die Geschichte unseres Landes.

 

Lesen Sie Hier einen Auszug aus der Chronik der Stadt:

 

  • 1007 erstmalige schriftliche Erwähnung des Ortes
  • 1157 Eroberung des Gebietes durch Erzbischof Wichmann von Magdeburg
  • 1174 Verleihung des Stadtrechtes, Einweihung der Liebfrauenkirche
  • um 1300 Errichtung der Stadtmauer mit drei Toren und Türmen
  • 1300 - 1500 Bau der Nikolaikirche
  • 1480 - 1510 entstand das Franziskanerkloster mit der Mönchenkirche
  • 1507 Vollendung des Rathausbaues
  • 1517 Johannes Tetzel in Jüterbog (Ablassbriefe)
  • 1519 Thomas Müntzer als lutherischer Prediger in Jüterbog
  • 1626 im 30-jährigen Krieg weilte Wallenstein  in Jüterbog
  • 1635 Jüterbog kommt zu Kursachsen
  • 1756 Friedrich II., König von Preußen, begann von Jüterbog aus den 7-jährigen Krieg
  • 1815 Jüterbog wird preußisch
  • 1841 Eröffnung des Bahnhofs an der Linie Berlin - Köthen (Anhalter Bahn)
  • 1864 Eröffnung des ersten deutschen Schießplatzes
  • 1890 Bau des Stadtteils Jüterbog II für die Feld- und Fußartillerie-Schießschule
  • 1896 Inbetriebnahme der Pferdebahn
  • 1900 Inbetriebnahme der Kleinbahn Jüterbog - Dahme
  • 1914 - 18 im ersten Weltkrieg enormer Ausbau aller Militärbereiche,
  • ab 1919 1. Konversion
  • 1930 Eröffnung Heimatmuseum im Marienkloster (bis 1945)
  • 1934 - 39 verstärkte Wiederaufrüstung, Vergrößerung aller Militärbereiche, v.a. Artillerie und Luftwaffe, bau mehrerer stadtnaher Wohnsiedlungen für Militärarbeiter
  • 1936 Eingemeindung des westlichen Vorortes Damm
  • 1939 - 45 Jüterboger Truppen ab Beginn des 2. Weltkrieges an allen Fronten dabei
  • März '45 Aufstellung RAD-Infantrie-Division "Friedrich Ludwig Jahn"
  • 20. April '45 Kriegsende in Jüterbog
  • 1945-48 2. Konversion - Einzug sowjetischer Garnisionen
  • 1948 - 94 sowjetisch-russische Garnisionsstadt, v.a. Artillerie, Panzer, Luftwaffe
  • 1952 - 93 Kreisstadt einer landwirtschaftlich geprägten Region, Eingemeindung des östlichen Vorortes Neumarkt
  • 1957 Jüterbog feiert 950 Jahre Ersterwähnung, 800 Jahre Zugehörigkeit zum Deutschen Reich, 650 Jahre Nikoleikirche
  • 1960 Grundsteinlegung "Neue Wohnstadt"
  • 1974 800-Jahre Stadtrecht
  • 04.11.1989 Großdemonstration auf dem Sportplatz
  • 1990 - 94 die sowjetisch-russischen Garnisionen werden aufgelöst. Im Juli 1994 verlässt der letzte russische Soldat das Stadtgebiet, die Stadt ist seit seit 1748 wieder militärfrei, 3. Konversion (bis heute)
  • 1993 1. Gebietsreform - Aus den Altkeisen Jüterbog, Luckenwalde und Zossen entsteht der Landkeis Teltow-Fläming. Jüterbog, Altes Lager, Grüna, Kloster Zinna, Markendorf/Fröhden, Neuheim, Neuhof und Werder bilden das Amt Jüterbog.
  • 1998 2. Gebeitsreform (Gemeindezusammenschlüsse) - Jüterbog, Fröhden, Grüna, Kloster Zinna, Markendorf, Neuheim, Neuhof und Werden bilden die Gemeinde Stadt Jüterbog.
  • 1999 Jüterbog richtet das Landesfest - den Brandenburg Tag - aus
  • 2007 Jüterbog besteht 1000 Jahre