Salzfurtkapelle zu Gast beim Internationalen Folklorefestival in Prag
Teilnahme am Internationalem Folklorefestival in Prag
An dem Wochenende vom 17. bis 19. Juli 2026 trafen sich mehr als 1.500 aktive Teilnehmer zum 21. Internationalen Treffen der Folkloregruppen in Prag.
Diese Folkloretage bietet die Möglichkeit, dass Folklore und Traditionen der verschiedenen Heimatregionen und Länder tausenden von Zuschauern aus der ganzen Welt präsentiert werden können. Die Kulisse für die größte Veranstaltung ihrer Art in Mitteleuropa ist die goldene Stadt Prag. Eine zauberhaft schöne Stadt im Herzen Europas.
Die Aufführungen fanden alle auf Freilichtbühnen im Zentrum der Prager Altstadt statt. Bei den Prager Folkloretagen 2026 nahmen insgesamt 56 internationale Künstler- und Folkloregruppen aus 25 Ländern teil. Darunter waren Ländern wie Taiwan, Israel, Österreich, USA, Schweiz, Polen und den Niederlanden. Von den Folkloregruppen aus ganz Deutschland waren nur drei Vertretungen anwesend, wovon unser Verein eine davon war. Unsere kleine Gruppe von 20 Leutchen war auch die einzige Vertretung aus ganz Ostdeutschland. Dies war eine zusätzliche Motivation für uns alle, die lang einstudierten und geprobten Tänze dem Publikum gut zu präsentieren. So konnten unsere beiden vorgesehenen Auftritte an zwei Tagen wie geplant auf der Bühne am Altstädter Ring gezeigt werden.
Nur das Wetter war am Samstag nicht so richtig auf unserer Seite. Unser Auftritt begann bei herrlichem Sonnenschein, bis ab der Hälfte der Tanzvorführung ein fürchterlicher Platzregen losbrach. Innerhalb weniger Minuten war der Zuschauerbereich leer gefegt. Wir haben uns jedoch davon nicht beirren lassen und haben unser Programm durchgezogen. Einige ganz harte Fans habe im strömenden Regen vor der Bühne ausgeharrt und den „Regentanz“ vollführt. Diese Geschichte werden wir wohl noch lange im Verein erzählen.
Bereits am Freitag wurde eine kleine Abordnung unseres Vereins in das historische Rathaus Prags zum offiziellen Empfang aller Gruppen geladen. Hier wurde jede einzelne Anordnung durch den Counzler of Kultur begrüßt. Bei dieser Gelegenheit konnten wir unser mitgebrachtes kleines Gastgeschenk überreichen. Dies bestand aus einem gerahmten Bild unseres Vereins, zwei Gläser Zörbiger Marmelade, als Gruß aus unserer Heimat und einem Fläschchen Salzfurther Ackerschlückchen. Im Gegenzug erhielten wir eine schöne Teilnahmeurkunde, ein Plakat sowie einen kleinen Pokal zum 21. Folklorefestival. Neben den Auftritten sollte aber auch der Spass nicht zu kurz kommen. So konnten wir den ersten Tag mit einer gemütlichen abendlichen Schifffahrt auf der Moldau beschließen. Wobei nach dem Abendessen noch bei Livemusik kräftig mitgesungen, geschunkelt und getanzt wurde.
Der Samstag stand erst einmal ganz im Zeichen des großen Festumzuges aller Gruppen durch die Prager Altstadt. Tausende Gäste und Touristen säumten die Strassen. Bei herrlichem Wetter ging der Weg rund um den Altstädter Ring und endete am alten Prager Rathaus. Ganz schön geschafft durch den Marsch und das Mitführen unserer Vereinsfahne, dem Erntekranz und der Blumenbögen gönnten wir uns eine kleine Pause. Doch wir wollten es uns nicht nehmen lassen, die Karlsbrücke und den Hradschin (Hradčany), dies ist der historische Prager Burgberg und der Name des umliegenden Burgviertels, zu besuchen. Er beherbergt die Prager Burg (Pražský hrad) und ist das größte geschlossene Burgareal der Welt. Seit über 1000 Jahren ist sie das politische und kulturelle Zentrum und heute der offizielle Sitz des tschechischen Präsidenten. Zum Glück wurde uns vom ersten Tag an eine Betreuerin, beauftragt von der Stadt Prag, zur Seite gestellt. So konnten wir uns stressfrei mit Metro und S-Bahn schnell zu unseren Zielen begeben. Dank Bety brauchten wir uns keine Gedanken über die Orientierung machen und wurden so gut geführt und betreut.
Nach unserem letzten Auftritt am Nachmittag mit dem bereits erwähnten spektakulären Regentanz, wo in wenigen Minuten der Zuschauerbereich leer gefegt war, ging es zur gemeinsamen abendlichen Abschlussveranstaltung in den Prager Folkloregarten. In dieser urigen Location erwartete uns ein gemeinsames Abendessen. Aus jeder Gruppe heraus wurde danach musiziert, gesungen und getanzt. Mit diesen vielen Eindrücken der letzten beiden Tage ging die schöne Zeit für unseren Verein zu Ende.
Unsere Teilnahme an diesem Festival war aber nur möglich, Dank der kräftigen finanziellen Unterstützung durch das Kulturamt des Landkreis Anhalt-Bitterfeld und deren beschließenden Gremien. Der auch von unserer Teilnehmern geleistete Eigenanteil, hätte bei weitem allein nicht ausgereicht dies zu stemmen. Bedanken möchten wir uns aber auch bei denjenigen Helfern und Gönnern des Vereins, welche uns bei dieser Maßnahme unterstützt haben. Nicht zuletzt gilt mein ausdrücklicher Dank allen Teilnehmern unserer Gruppe, welche sich dieser Herausforderung gestellt haben und mit viel Fleiß und Disziplin die Teilnahme erst möglich gemacht haben. Glücklich, froh und voller neuer Eindrücke sowie dem Knüpfen neuer Kontakte mit Gleichgesinnten, endete unsere Reise am Sonntag wieder in Salzfurtkapelle.
Wir werden wohl noch lange an Vereinsabenden davon zehren und die eine oder andere lustige Geschichte dazu erzählen können.
Klaus Pahl Präsident Tanz- und Trachtengruppe Salzfurtkapelle e.V.
Foto: Salzfurtkapelle zu Gast beim Internationalen Folklorefestival in Prag
Besuch in der Belgischen Botschaft in Berlin
Die Trachtenfreunde aus dem Fläming sind seit einigen Jahren auf Grund der Besiedlung unserer Heimat durch flämische Siedler Gäste der Belgischen Botschaft in Berlin. Die Vertretung von Flandern in Deutschland, Flanders Investment & Trade und Visit Flanders lädt jährlich zum Feiertag der Flämischen Gemeinschaft dazu ein.
In diesem Jahr war es der 7. Juli 2026.
Foto: Besuch in der Belgischen Botschaft in Berlin
Saisonstart mit Rudelübergabe und Ostermarkt in Lübbenau
Vertreter des Mitteldeutschen Heimat- und Trachtenverbandes e.V. haben am 28. März 2026 an einem kleinen Kahnkorso zur feierlichen Rudelübergabe der Fährleute in Lübbenau teilgenommen, um gemeinsam mit dem ortsansässigen Trachtenverein Rubiško auf den “Deutschen Trachtentag” , der vom vom 29. bis 31. Mai 2026 in Lübbenau stattfindet, hinzuweisen. Dieser wird in Verbindung mit dem “Markt der Traditionen” in Lübbenau veranstaltet.
Der Deutsche Trachtenverband - unter dessen Dach sich rund 2000 Trachtenvereine organisieren - trifft sich jährlich mit seinen Delegierten. Höhepunkt ist die Ehrung der jeweiligen ”Tracht des Jahres”.
Am Nachmittag ging es dann noch auf den Kirchplatz zum Lübbenauer Ostermarkt. Dort präsentierten sich u.a. Kunsthandwerker und Naturfloristen.
Traditionelle sorbische Ostereier konnten erworben werden und der Osterhase mit Kiepe ging über den Marktplatz.
Der Verein Rubiško präsentierte Waleien, ein Geschicklichkeitsspiel für jung und alt, nach alter sorbischer Tradition.
Es war ein gelungener Tag.
Foto: Saisonstart mit Rudelübergabe und Ostermarkt in Lübbenau
Gurkirella zu Gast beim Zampern 2026
Es ist der erste wärmere Tag nach einem gefühlt ziemlich langen Winter, an dem ich am Samstag Mittag inmitten unserer schönen Altstadt auf eine Gruppe wundervoller Menschen in traditionellen Kostümen treffe.
Das Zampern des Traditionsvereins Rubiško gehört in jedem Fall zu den einzigartigen Erlebnissen in meiner Heimatstadt Lübbenau und ich bin sehr dankbar, dass durch den Verein eine Reihe wundervoller Traditionen und Bräuche lebendig bleiben.
So habe ich und viele andere Menschen die Möglichkeit, einen Blick zurück in längst vergangene Zeiten werfen zu können und sich bezaubern zu lassen.
Ich darf an diesem Tag also unter anderem Bekanntschaft mit dem Schimmelreiter, den Wurstbrüdern, der Eierfrau, dem Storch und dem Erbsstrohmann machen. Ich treffe auch noch auf die doppelte Person, mit den zwei Gesichtern, wobei das echte Gesicht so ehrlich lachen kann, dass das zweite Gesicht an ihrem Hinterkopf fast gar nicht mehr gruselig ist.
Meine persönliche Lieblingsfigur ist allerdings der Póbratš: Er trägt einen schwarzen Anzug, einen Zylinder und bunte Bänder schmücken ihn, damit sieht er äußerst geschmackvoll und feierlich aus.
Des Póbratš Aufgabe bestand unter anderem darin, heiratsfähige Menschen aus benachbarten Dörfern zusammenzuführen- dafür brauchte es sicher ein großes Herz, ein freundliches, zugewandtes Wesen, aber auch eine extra Portion Menschenkenntnis und Einfühlungsvermögen.
Kein Wunder also, dass Konrad, ein Mitglied des Vorstands des Vereins, diese Figur perfekt verkörpert und den Zamperzug anführt.
Einen weiteren besonderen Menschen besuchen wir auf dem weiteren Weg durch die Altstadt: Robert, er ist das älteste Vereinsmitglied (93 Jahre jung) und so liebenswert.
Bei einem der nächsten Besuche in der Apothekengasse wartet ein wahres Festmahl auf Rubiško.
Es gibt Suppen, Quarkbällchen und andere Leckereien und Getränke. Es wird viel getanzt, die begleitende Kapelle schmettert eine zünftige BlaMu und ich bin ganz gerührt von soviel Freude und liebevollem Miteinander! Wenn das nicht den eisigen Winter vertreibt, was dann?
Noch bin zum späten Nachmittag sind alle unterwegs, bringen Touristen und Einheimische zum Lachen, verführen den Einen oder Anderen zum Anstoßen und sammeln dabei weiter fleißig Gaben für den Eierkuchenball.
Foto: Gurkirella zu Gast beim Zampern 2026
Fläming-Freunde auf der Grünen Woche
Zum wiederholten Mal waren die Fläming-Freunde zu Gast auf der Grünen Woche. In der Brandenburg Halle 21a wurde am Dienstag der Flämingtag mit einem großen Bühnenprogramm begangen, moderiert von Marie Günther und Christofer Hameister von Antenne Brandenburg.
Unser Verein hat sich zur Aufgabe gestellt, die Trachten, Sprache und Bräuche des Flämings zu erhalten und zu bewahren. In 3 x 10 min präsentierten wir unseren Verein und die Vielfältigkeit der Flämingtrachten. Es wurden verschiedene Trachten vorgestellt, die leider aus dem Alltagbild verschwunden sind, genauso wie die Sprache des Flämings, das Fläming-Platt. Lediglich die rote Tracht gehört noch in einigen Gegenden zum Bild des Flämings.
Das ganze Programm wurde umrahmt von Liedern, auch im Flämingplatt. Und natürlich durfte die Annemarie Polka nicht fehlen, bei der die beiden Moderatoren fleißig das Tanzbein schwangen.
Den zweiten Auftritt hatten wir Fläming-Freunde in der Sachsen-Anhalt Halle am Samstag. Zum ersten Mal hatten wir die Möglichkeit, dort unseren Verein vorzustellen. Im Mittelpunkt standen auch hier die unterschiedlichen Flämingtrachten. In zahlreichen Gesprächen und Begegnungen wurde deutlich, dass vielen Besuchern nicht bewusst ist, dass sich der Fläming als Landstrich von Brandenburg im Osten bis nach Sachsen-Anhalt im Westen erstreckt. Daher war es eine besondere Freude auch dort den Fläming präsentieren zu dürfen, obwohl die Zeit dafür mit insgesamt 15 min leider recht kurz bemessen war.
Bei beiden Auftritten waren auch unsere Flämingköniginnen dabei. Die Amtierende, Dörte Breidenbach und die Zweite, Silvia Nöbel, berichteten über ihr Amt und ermutigten, sich für der Wahl zur Flämingkönigin nominieren zu lassen. Potentielle Sponsoren sollten sich angesprochen fühlen, eine neue Flämingkönigin zu unterstützen.
Ein kurzer Abstecher in die Bayernhalle gehört für uns selbstverständlich zur Grünen Woche dazu. Die Fläming-Freunde verbindet mit den Bayrischen Trachtenfreunden eine jahrelange Freundschaft.
Am 19. Oktober führte der Mitteldeutsche Heimat- und Trachtenverband e.V. (MHTV) seine jährliche Jahreshauptversammlung durch. Traditionell wird diese Versammlung am „Tag der Tracht“ (3. Sonntag im Oktober) durchgeführt, der vom Deutschen Trachtenverband e.V. (DTV) initiiert wurde.
Da das Gebiet des Mitteldeutschen Heimat- und Trachtenverbandes insgesamt vier Bundesländer umfasst, ist es das Bestreben auch mit der Mitgliederversammlung, alle Regionen unserer Mitteldeutschen Heimat kennenzulernen und mit einzubeziehen. Gleichzeitig möchten wir den „Tag der Tracht“ mit Leben erfüllen.
Diesmal führte der Weg in die Lausitz, genau genommen nach Großräschen. Noch vor etwa drei Jahrzehnten wäre man noch nicht mal ansatzweise auf die Idee gekommen, für solch eine Veranstaltung nach Großräschen zu gehen.
Die Stadt und die ganze Region waren von der Braunkohle und deren Abbau, sowie der Klinkerherstellung geprägt. Man kann sich das aus heutiger Sicht kaum vorstellen. Jetzt sehen die Stadt und das Umland ganz anders aus. Es ist eine landschaftlich sehr reizvolle Region mit vielen neuen See entstanden, in der man toll seine Freizeit und seinen Urlaub verbringen kann. Es entstand durch Menschenhand das Lausitzer Seenland.
Nach den Grußworten des Bürgermeisters von Großräschen, Thomas Zenker, der diese Entwicklung anschaulich verdeutlichte, begann die Jahreshautversammlung. Zwar gehört der Mitteldeutsche Heimat- und Trachtenverband e.V. zu den kleineren Verbänden, was aber die Trachtenvielfalt betrifft, kann er sich mit den anderen Landesverbänden durch aus vergleichen.
Einer der Hauptpunkte der Tagesordnung war die Vorbereitung und Durchführung des Deutschen Trachtentages vom 29. bis 31. Mai 2026 in der Spreewaldstadt Lübbenau. Gastgeber sind die Stadt Lübbenau und der Mitteldeutsche Heimat- und Trachtenverband e.V. Einig waren sich die Heimat-, Volkstanz- und Trachtenfreunde des Verbandes aus Mitteldeutschland auch im nächsten Jahr wiederum gute Gastgeber zu sein.
Zum Abschluss des Trachtentages zeigte uns der Heimatfreund Günter Kalliske im Rahmen eines kurzweiligen Vortrages sehr anschaulich den Wandel seiner Heimat von einer Industrie- zu einer Urlaubsregion, mit allen ihren Facetten. Auf Grund des schönen Wetters besuchten einige Trachtenfreunde auch die neu entstandene Marina in unmittelbarer Nähe zum Tagungsort. Einig waren sich alle Mitglieder auch, zukünftig die Heimat-, Volkstanz- und Trachtenpflege in ihren jeweiligen Regionen voranzutreiben, auch wenn der demografische Wandel weder vor den Gruppen, noch vor dem Verband haltmacht. Denn bei der Liebe zur Heimat spielt das eigene Alter eher eine untergeordnete Rolle.
Charles Koppehele 1. Vorsitzender des Mitteldeutsche Heimat- und Trachtenverbandes
30 Jahre Tanz-und Trachtengruppe Salzfurtkapelle e.V.
30-jähriges Vereinsjubiläum
Zum 11. Oktober 2025 hatte sich unser Verein zahlreiche Gäste eingeladen, um mit Ihnen gemeinsam unser Vereinsjubiläum zu begehen. Dazu wurde unser Vereinshaus, dem Anlass angemessen, geschmückt und festlich dekoriert. Die Kuchenbäckerinnen aus dem Verein sorgten für eine reichlich gedeckte Kaffeetafel. Der Präsident des Vereins, Herr Klaus Pahl, begrüßte zu Beginn die geladenen Gäste, wie den Bürgermeister der Stadt Zörbig Herrn Matthias Egert, den ehemaligen Bürgermeister der Stadt Zörbig Herrn Rolf Sonnenberger, den Ortsbürgermeister von Salzfurtkapelle/Wadendorf Herrn Frank Vogel und den Geschäftsführer des Kreissportbundes Anhalt-Bitterfeld Herrn Thomas Bösener. Der Einladung war auch eine kleine Abordnung unserer befreundeten Köpenicker Tanzgruppe gefolgt, welche gleichzeitig stellvertretend die Grüße des Mitteldeutschen Heimat-und Trachtenverbandes überbrachten. Der Präsident nahm die Gelegenheit war und ließ die 30 Jahre Vereinsgeschichte in komprimierter Form Revue passieren. Begann doch alles im Jahr 1995 mit 7 Frauen, anläßlich des 1. Erntedankfestes in Salzfurtkapelle und auf Initiative der damaligen Kirchengemeinde mit der Partnerstadt aus Westerburg. Diese kleine Gruppe entwickelte sich in kurzer Zeit und stieg auf damals 60 Mitglieder an. So war es auch 1997 dann erforderlich einen gemeinnützigen Verein zu gründen. Es folgten nunmehr zahlreiche Auftritte bei öffentlichen Orts- und ereinsfesten, Erntedankfesten in Strenzfeld und die jährliche Teilnahme am Sachsen-Anhalt-Tag. Absoluter Höhepunkt war unser Mitwirken z.B. am Tanzfestival in Prag, an den großen und deutschlandweiten Trachtenfesten in Lübben, Bruck i.d. Oberpfalz oder Wangen, wo stets mehr als 5.000 Trachtler ein buntes Bild der eweiligen Heimatregionen präsentieren konnten. Unser kleiner Trachtenverein aus Sachsen-Anhalt war mittendrin und hatte hier die Gelegenheit auch unsere Heimat den Besuchern näher zu bringen. Es wäre müßig an dieser Stelle alles Erlebte in der Vereinsgeschichte aufzuzählen. Besonders schwierig gestaltete sich zu Anfangs die Suche nach einer geeigneten Räumlichkeit für unsere Tanzproben. Mit dem Angebot der Stadt Zörbig im Jahr 2004, zur Nutzung der ehemaligen Sportgaststätte in Salzfurtkapelle, schien eine längerfristige Lösung gefunden zu sein. Es gab nur ein Problem, das Haus war komplett leer geräumt. Mit viel Eigeninitiative und etlichen Vereinsmitteln wurde das Haus möbliert, renoviert und wieder nutzbar gemacht. Heut kann das Haus, unter unserer Regie, auch universell genutzt werden, wie Gemeinderatssitzungen, durch andere Vereine, als Wahllokal oder ähnlichem. Weitere Meilensteine waren unsere Fahnenweihe 2006, der Beitritt 2014 in den Landes- sowie Kreissportbund sowie in die Dachorganisation des Mitteldeutschen Heimat- und Trachtenverbandes. Eine besondere Ehre wurde uns 2019 zu teil, als wir auf Einladung des Dachverbandes, anläßlich der Feierlichkeiten 90 Jahre Deutscher Trachtenverband der Bundesrepublik, eine Einladung in das Schloss Bellevue zum Bundespräsidenten erhielten. Neben 122 Trachtlervereinen aus ganz Deutschland war auch unser Verein mit einer kleinen Abordnung vertreten. Überrascht wurde unsere Geschäftsführerin des Vereins, Heike Pahl, im letzten Jahr, als Sie die Ehrenurkunde des Landessportbundes „Frauen engagieren sich“ erhielt. Im Laufe der 30 Jahre reduzierte sich unser Mitgliederzahl leider stetig. Dies hat verschiedene Ursachen und viele Vereine haben sicherlich mit ähnlichen Problemen zu kämpfen. Wir sind aktuell noch 16 Mitglieder, welche aber trotz allem immer noch voller Schwung und Elan den Verein stützen und bei unseren wöchentlichen Treffen am Leben erhalten. Auch durch verschiedene Vereinsaktionen, wie den alljährlichen Trainingslagern, Theater- und Kinobesuchen, Weihnachtsfeiern, Kegelabende, Tagesfahrten und vieles mehr, versuchen wir das Vereinsleben interessant zu gestalten. Wer jetzt etwas Lust bekommen hat uns näher kennen zu lernen, findet auf unserer Internetseite unter www.ttgsalzfurt.de, umfangreiche weitere Informationen. Unser aktives Wirken wurde auch von unseren Gästen in den Festreden gewürdigt und durch Ausreichung von Urkunden und Auszeichnungen an einzelne Vereinsmitglieder zum Ausdruck gebracht. Alles in allem war es eine gelungene Veranstaltung, wozu auch ein Tanzauftritt unserer Köpenicker Trachtenfreunde beitrug. So wurde bei gutem Essen, intensiven Gesprächen und dem einem oder anderem Gläschen Sekt der Abend für uns unvergesslich.
Klaus Pahl Präsident
Foto: 30 Jahre Tanz-und Trachtengruppe Salzfurtkapelle e.V.
50 Jahre Spreewald-Frauenchor Lübben e.V.
Am 18. März 1975 im Lübbener Ortsteil Steinkirchen gegründet, feiert der Spreewald-Frauenchor Lübben e.V. in diesem Jahr sein 50-jähriges Bestehen.
Heimatlieder, Volkslieder aber auch regionales Lied- und Kulturgut der Sorben/ Wenden gehören zu ihrem Repertoire.
Die Sängerinnen des Chores treten in der farbenfrohen Lübbener Festtagstracht auf. Am 23.Mai 2025 fand das Jubiläumskonzert im “Wappensaal” Lübben statt. Im Namen des MHTV gratulierte Konrad Wachsmuth dem Frauenchor herzlich zum Jubiläum und übergab ihnen vom Deutschen Trachtenverband eine Einladung zum Deutschen Trachtentag im Mai 2026 in Lübbenau.
In Anerkennung ihrer Verdienste um das Brauchtum und die Heimattracht wurde die Vereinsvorsitzende Regina Schulze mit dem Verdienstabzeichen des Deutschen Trachtenverbandes e.V. ausgezeichnet. Das Publikum war begeistert und hat freudig mitgesungen.
Foto: 50 Jahre Spreewald-Frauenchor Lübben e.V.
Nachtrag zur Jahreshauptversammlung 2024
Traditionell führt der MHTV seine Jahreshauptversammlung am 3.Sonntag im Oktober durch. In diesem Jahr fand diese aus organisatorischen Gründen eine Woche später statt. Gastgeber war die Spreewaldstadt Lübben.
Auch in diesem Jahr konnte der MHTV einige neue Mitglieder aufnehmen, darunter mehrere Einzelmitglieder sowie die Gruppe "Querplattler Berlin". Durch die Ausnahme des neuen Vereines hat der Verband nun sogar zwei Trachtengruppen, die Bayerisches Brauchtum pflegen, in seinen Reihen.
An dieser Stelle möchte sich der MHTV beim Gastgeber, der Stadt Lübben, recht herzlich für die Unterstützung bedanken.
Ein besonderer Dank geht an Ines Mularczyk, Katharina Werner und Felix Krause für ihre Hilfe.
Charles Koppehele Vorsitzender
Foto: Nachtrag zur Jahreshauptversammlung 2024
Geschäftsführerin der Tanz- und Trachtengruppe erhielt Ehrenurkunde des Landessportbundes
Auf Einladung des Kreissportbundes Anhalt-Bitterfeld nahm die Geschäftsführung der Tanz- und Trachtengruppe an der Beratung des Hauptausschusses am 11.09.2024, um 18.00 Uhr, im Kulturhaus in Wolfen teil. Zu Beginn eröffnete der Vorsitzende des Kreissportbundes, Herr Uwe Schulze, die Beratung und gab die Tagesordnung bekannt, wo unter anderem über den Abschluss der Jahresrechnung 2023, den Nachtragshaushalt 2024 sowie den Entwurf des Haushaltsplanes 2025 abgestimmt werden sollte.
Nach den Grußworten der geladenen Gäste, wie dem Landrat des Landkreises Anhalt-Bitterfeld, Herrn Grabner, dem OB der Stadt Bitterfeld-Wolfen, Herrn Armin Schenk und der Vertreterin des Landessportbundes, gab es eine besondere Überraschung für unseren kleinen Verein.
Bei der Ehrung des Landessportbundes Sachsen-Anhalt „Frauen engagieren sich“, erhielt, neben zwei weiteren Frauen, unsere Geschäftsführerin der Tanz- und Trachtengruppe e.V., Frau Heike Pahl, eine Urkunde als Dank für ihr ehrenamtliches Engagement. Überreicht wurde diese, nebst eines kleinen Blumenstraußes, vom Landrat und die weiteren Gratulanten schlossen sich den Glückwünschen an. Dies war eine große Freude und Anerkennung der über viele Jahre geleisteten, ehrenamtlichen Tätigkeit im Verein und darüber hinaus.
Vorstand der TTG
Der Vorstand des MHTV gratuliert auf diesem Wege auch und wünscht Frau Pahl alles Gute und weiterhin viel Erfolg.
Foto: Geschäftsführerin der Tanz- und Trachtengruppe erhielt Ehrenurkunde des Landessportbundes
Grüne Woche 2025
Die Fläming-Freunde auf der Grünen Woche
Anläßlich des Flämingtages waren wir Fläming-Freunde mit einem kleinen Programm auf der Grünen Woche vertreten. Wir präsentierten verschiedene Trachten und deren Bedeutung und sagen Lieder, natürlich auch auf Flämingplatt. Die drei Flämingköniginnen, Sylvia, Ewa und Dörte begleiteten uns. Sie erzählten von Ihren Aufgaben und ihrem Wirken und luden zum Besuch des Flämings ein.
Foto: Grüne Woche 2025
Nachlese zum Deutschen Trachtenfest in Wangen
In diesem Jahr wurde in Wangen im Allgäu das Deutsche Trachtenfest vom 7.-9. Juni gefeiert. Der MHTV war dort vertreten durch den Verein der Bayern in Berlin, den Fläming-Freunden, der Folkloretanzgruppe Köpenik, dem Traditionsverein Rubiško und der Tanz- und Trachtengruppe Salzfurtkapelle. Gemeinsam präsentierten wir uns beim Bühnenprogramm des DTV mit kurz zuvor eingeübten Tänzen. Der Abschluss des Festes war auch dieses Mal der große Festumzug mit über 4.000 Trachtlern in 127 Gruppen. Allen Beteilgten und den Organisatoren sei hier noch einmal herzlichen Dank gesagt.
Brandenburger Kulturministerium erklärt das Klemmkuchenbacken im Fläming zum Kulturerbe.
Das Brandenburger Kulturministerium hat das Klemmkuchenbacken im Fläming zum immateriellen Kulturerbe Brandenburgs erklärt. Beim Frühlingsfest auf Schloss Wiepersdorf am Sonntag den 26. Mai 2024, überreichte Staatssekretär Tobias Dünow die Urkunde an Charles Koppehele vom MHTV.
Der Heimatverein "Fläming-Freunde e.V." buk an diesem Tag Klemmkuchen über offenem Feuer auf alten Klemmeisen. Das Interesse die Besucher war sehr groß, nicht nur an den Klemmkuchen sondern auch an dieser Tradition.
Foto: Klemmkuchenbacken ist Kulturerbe
Trachtenliebe fährt zur Europiade 2024 nach Sardinien
Tanzkurs in Vorbereitung der Teilnahme des DTV
Am 10. März 2024 lud die Deutsche Trachtenjugend zum Tanz- und Musikwochenende nach Kassel ein. Im Tanzkurs trafen sich viele junge Menschen zur gemeinsamen Probe für den Deutschen Trachtentag in Bad Bergzabern und die Europiade in Nuoro/Sardinien. Mit einem großen und erfahrenden Team war die Tanzschule Böhlen vertreten. Als „Neulinge“ schlossen wir uns sehr gerne der Tanzgruppe von Simone Viereder an. Schön zu sehen, wie Trachten verbinden und ein gemeinsames Ziel, bis spät in den Abend hinein, Spaß macht. In Begleitung von Livemusik wurde an 2 Tagen ein straffes Programm von 30 Tänzen geübt.
Lieben Dank an das Orgateam, dem nie müde werdenden Choreografen Stefan und dem fleißigen Akkordeonspieler Ulli für Eure Mühen.
Mit herzlichen Grüßen
Trachtenliebe-Fläming i.G.
Foto: Trachtenliebe fährt zur Europiade 2024 nach Sardinien
Einladung zum 17. Ehrenamtsempfang des Ministerpräsidenten
Einmal im Jahr findet der Ehrenamtsempfang in der Staatskanzlei des Landes Brandenburg statt.
In diesem Jahr hatte der MHTV das Ehepaar Marion und Frank Knorr für den Empfang beim Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg, Herrn Dietmar Woidke, vorgeschlagen.
Marion Knorr engagiert sich seit vielen Jahren auf dem Gebiet der Trachtenforschung und der Trachtenpflege.
Sie ist auch stellvertretende Vorsitzende unseres Trachtenverbandes. Frank Knorr ist auf dem Gebiet der Fotografie ebenfalls seit vielen Jahren überaus aktiv. Mit dem Empfang beim Ministerpräsidenten begeht die Landesregierung jedes Jahr den Tag des Ehrenamtes.
Dem Ehepaar Knorr nachträglich herzlichen Glückwunsch für diese besondere Auszeichnung.
Foto: Einladung zum 17. Ehrenamtsempfang des Ministerpräsidenten
Nachtrag zur Jahreshauptversammlung des MHTV
Am 15. Oktober 2023 fand die diesjährige Jahreshauptversammlung des MHTV in Lübbenau statt.
Neben der Neuwahl des Vorstandes standen auch Themen wie der Bericht des Vorstandes, der Kassenbericht und natürlich auch Berichte aus den einzelnen Vereinen auf der Tagesordnung. Die Aufnahme von neuen Mitgliedern gehörte mit zu den Höhepunkten an diesem Tag.
Zuvor begrüßte uns der Bürgermeister der Stadt Lübbenau, Helmut Wenzel und wir dankten ihm für die Möglichkeit, im schönen Rathaus unsere Jahreshauptversammlung stattfinden zu lassen. Andrea Pursche vom Traditionsverein Rubiško stellte uns dann die Region näher vor, bevor es laut Tagesordnung weiter ging.
Nach der erfolgreich durchgeführter Jahreshauptversammlung ging es zum gemeinsamen Mittagessen und anschleßend zur Kahnfahrt durch den schönen Spreewald.
Wer dem Wasser nicht geniegt war, besuchte das Spreewaldmuseum, bevor sich alle wieder zum Kaffetrinken einfanden und den Tag somit ausklingen ließen.
An dieser Stelle noch einmal allen Beteiligten, vorallem den Organisatoren herzlichen Dank für diesen gelungene Tag.
Weitere Informationen zur Veranstaltung entnehmen Sie bitte dem Protokoll und dem Link zum Beitrag unseres Trachtenfreundes Helmut Amberger von den Bayern in Berlin, die er in den Sammersberger Nachrichten veröffentlichte.
Foto: Nachtrag zur Jahreshauptversammlung des MHTV
Brandenburgtag in Finsterwalde
Die Fläming-Freunde waren am 2. und 3. September 2023 Gäste des Brandenburgtages.
Foto: Brandenburgtag in Finsterwalde
Der MHTV zu Gast im Spreewald
Burg im Spreewald feierte am 20. August 2023 das Heimat- und Trachtenfest. Dazu waren auch Gruppen des MHTV eingeladen. Zu Gast waren der Verein der Bayern in Berlin, die Fläming-Freunde und der Traditionsverein Rubiško. Mit dabei war auch Marion Knorr.
Foto: Der MHTV zu Gast im Spreewald
58. Europeade in Gotha
Vom 12. bis 16. Juli 2023 fand die Europeade in Gotha statt. Der MHTV war mit zwei Tanzgruppen vertreten, die ihr Können bei Auftritten zeigten.
Mitdabei waren das Tanzstudio Böhlen der Musik- und Kunstschule "Ottmar Gerster" und die Folkloretanzgruppe Berlin Köpenick e.V. Auch die Fläming-Freunde und die Sorbische Volkstanzgruppe aus Zeißig waren dort als Gäste.
Es waren für alle erlebnisreiche Tage mit unterhaltsamen Beiträgen und Tänzen, interessanten Gesprächen und Treffen mit vielen Trachtlern und Volkstanzgruppen aus ganz Europa.
Der Höhepunkt war auch in diesem Jahr der große Festumzug mit 192 Teilnehmergruppen.
Foto: 58. Europeade in Gotha
Im Trainingslager
Tanz- und Trachtengruppe Salzfurtkapelle e.V. im Trainingslager
Das diesjährige Trainingslager führte unseren Verein nach Osterburg in die Landessportschule. An dem Wochenende vom 23.06. bis zum 25.06.2023 waren wir voll auf Trainingsmodus eingestellt. Da unser Verein auch Mitglied im Landessportbund ist, stellt diese Variante der Nutzung der Räumlichkeiten in der Sportschule eine optimale Lösung für ein konzentriertes Tanztraining dar. Das Preis-Leistungsverhältnis ist für unseren kleinen Verein optimal, da eine Rundumversorgung am Ort sichergestellt ist und die Übernachtung in schönen Zimmer erfolgt.
Die Mitarbeiter dort sind sehr freundlich, hilfsbereit und wirklich bemüht auch Sonderwünsche zu erfüllen. Selbst der Freizeitspaß nach dem Training kommt nicht zu kurz, da eine Kegel- und Bowlingbahn sowie eine Schwimmhalle durch uns genutzt werden konnte. Unterstützt durch ein professionelles Tanztrainerpaar aus Berlin konnten wir an den drei Tagen zahlreiche neue Tänze erlernen, welche auch per Video dokumentiert wurden. Damit ist es möglich auch dann anschließend daheim das Training fortzusetzen.
Das kontinuierliche Training ist auch eine gute Vorbereitung auf die kommenden größeren Ereignisse im nächsten Jahr, wie das größte Deutsche Trachtentreffen in Wangen im Allgäu, wo tausende Mitglieder aus allen Regionen Deutschlands und auch internationale Teilnehmer zusammen kommen. Dieses Großereignis findet nur aller zwei Jahre statt und stellt den Höhepunkt für alle Trachtler dar. Auch die 800 Jahrfeier der Stadt Bitterfeld im Jahr 2024, wo uns bereits Anfragen vorliegen ist ein weiteres Teilnahmeziel, neben den kleineren Präsentationsmöglichkeiten zu verschiedenen Ortsfesten. Die gesamten Maßnahmen trugen nicht unerheblich zur weiteren Festigung der Gemeinschaft im Verein bei und machten Vorfreude auf ähnliche kommende Ereignisse.
Möglich machte dies nicht zuletzt die großzügige finanzielle Unterstützung durch den Landkreis Anhalt-Bitterfeld, ohne dessen Mithilfe eine solche Umsetzung der Trainingsmaßnahme für unseren kleinen Verein nicht zu stemmen gewesen wäre. Dafür möchten wir Dank sagen auch an all diejenigen, welche Ihr Votum in den Ausschüssen für unseren Verein abgegeben haben. Die Erhaltung und Förderung des Brauchtums aus unserer Region ist erklärtes Vereinsziel. Leider ist es immer schwieriger mehr Bürger, egal welchen Alters, dafür zu begeistern.
Wir möchten alle Interessierten auffordern den Schritt einer Kontaktaufnahme zu wagen und wenn auch nur probeweise, sich von unserer tollen Gemeinschaft zu überzeugen. Unter der Internetadresse www.salzfurt.de können Sie sich einen ersten Eindruck über unsere Vereinsarbeit verschaffen.
Klaus Pahl Vorstandsmitglied
Foto: Im Trainingslager
Deutscher Trachtentag in Schönberg/Ostsee
(28.04.2023)
Der MHTV beim Deutschen Trachtentag 2023
Vom 28. bis 30. April 2023 besuchten Mitgliedsvereine des MHTV auf Einladung des Deutschen Trachtenverbandes den Deutschen Trachtentag in Schönberg/Ostsee. Wir Fläming-Freunde waren gemeinsam mit der Folkloretanzgruppe Köpenick und dem Traditionsverein Rubisko aus Lübbenau dort in der schönen Probstei. Das Tanzstudio Böhlen kam auf Einladung der Deutschen Trachtenjugend und gestaltete ein separates Programm, das zum Trachtenfest, welches paralell dazu stattfand, aufgeführt wurde.
Neben einem tollen Rahmenprogramm wurde auch der Titel "Tracht des Jahres" vergeben. Er ging an die Probsteier Tracht. Herzlichen Glückwunsch!!!
Es waren wieder schöne und interessante Tage die wir dort gemeinsam mit Trachtenfreunden aus ganz Deutschland und aus der Schweiz erleben durften.
Vielen Dank den Organisatoren für dieses gelungene Fest.
Roswitha Karbaum
Foto: Deutscher Trachtentag in Schönberg/Ostsee
Austellung Tracht und Landschaft
(22.04.2023)
- Eine Ausstellung an 2 Orten
Am Samstag und Sonntag, den 22. + 23.04.2023 wurde im Wendisch-Deutschen Heimatmuseum Jänschwalde und im Hütten- und Fischereimuseum Peitz die Fotoausstellung "Tracht + Landschaft" wieder eröffnet. Die Fotos zu diesem Thema entstanden im Vorfeld des Deutschen Trachtenfestes 2019 in Lübben und waren dort im Rathaus zu sehen. Insgesamt 7 Fotografen widmeten sich dem Thema zu dem es auch einen Bildband gibt.
Die Fotoausstellung ging nach Lübben auf Wanderschaft und war unter anderem in Berlin und in Potsdam zu sehen. Nun sind ausgewählte Bilder wieder in der Lausitz bis zum Jahresende zurückgekommen. Während in Jänschwalde das Thema Tracht vorherrscht, ist es in Peitz das Thema Landschaft. Hier haben sich 2 unterschiedliche Peitzer Museen gefunden, um ein Projekt gemeinsam zu realisieren.
Der Bildband wurde vom Mitteldeutschen Heimat- und Trachtenverband e.V. (MHTV) herausgegeben und kann noch käuflich erworben werden. Gut sichtbar ist der eigene Stil der 7 Fotografen:
Peter Becker aus Raddusch
Dr. Frank Knorr aus Teichland
Charles Koppehele aus Jüterbog
Andreas Traube aus Lübben
Anna Felbermeir aus Bayern
Anton Hötzelsperger aus Bayern und
Eva Kowalewski aus Thüringen
der nicht nur von der eigenen Handschrift, sondern auch von der jeweilgen Landschaft geprägt wird, in der die Fotografen leben. Jeder an dem Thema Tracht + Landschaft Interessierte kann die Bilder zu den Öffnungszeiten der Museen betrachten. Wir wünschen interessante Einblicke.
Dr.-Ing. Frank Knorr
Hier einige Inpressionen zur Ausstellung:
Foto: Austellung Tracht und Landschaft
Buchtipp "Märkischer Almanach zur Märkischen Volksmusik"
Märkischer Almanach zur Märkischen Volksmusik
Das Bezirkskabinett für Kulturarbeit des Bezirkes Potsdam gab, wie anderen Bezirke der ehemaligen DDR, in loser Folge Fachschriften für die folkloristische Kulturarbeit heraus. Eine bemerkenswerte Ausgabe ist die aus dem Jahr 1989 mit dem Titel: „Märkischer Almanach“. Hier ein interessanter Auszug.
In dieser 64-seitigen Broschüre geht es um Folklore und Folklorepflege im Bezirk Potsdam. In einem Beitrag aus dem Jahre 1987 geht es um „Märkische Volksmusik – ausgestorben?“. Auf den anderen Seiten geht es um das „Platt“ beziehungsweise um die Flämingtracht. Es gab also Mitte/Ende der achtziger Jahre durchaus Bemühungen in der DDR, das volkskünstlerische Erbe am Leben zu erhalten beziehungsweise zu fördern.
Hier der Auszug:
„Märkische Volksmusik – ausgestorben?
Volksmusik - das sind auch Volkslieder und Volkstänze. Beide hat es in der Vergangenheit auf dem Gebiet der Mark Brandenburg in derselben Vielfalt, Schönheit und Vitalität gegeben wie in anderen Landschaften. Geblieben an typisch ‚Märkischem‘ ist wenig. Der profunde Kenner des Volkstanzes Herbert Oetke schrieb schon 1952:
,Märkische Tänze hat es vor nicht allzu langer Zeit in einer Fülle und Reichhaltigkeit gegeben, daß man erstaunt sein muß, bei den heutigen Festen und Feiern in den ländlichen Bezirken der Mark fast nichts mehr davon vorzufinden. Dies ist umso auffälliger, als gerade die märkischen Heimattänze durch eine ausgesprochene Eigenwilligkeit und einen prachtvollen bodenständigen Humor ausgezeichnet waren und somit alle Voraussetzungen in sich trugen, sich länger zu behaupten, als es tatsächlich der Fall war.‘ [1, Vorwort] Bestes Beispiel ist der ‚Reichsverweser‘, welcher viel getanzt wurde und heute noch als Kinder-Tanzspiel erhalten ist.
Reichsverweser (Märkischer Volkstanz)
Tanzanweisung:
Teil A: 3 x in die Hände klatschen, 3 x mit den Füßen aufstampfen, dem Partner mit dem Finger drohen, eine Drehung
(alles wiederholen)
dazu singen:
‚Und mit den Händen klapp, klapp, klapp, und mit den Füßen trapp, trapp, trapp,
na warte man, na warte man,
ich zeig' dir, wie ich tanzen kann!‘
Teil B: Polka-Rundtanz oder Galopp.
Oetkes Feststellungen sollen für den Volkstanz mit zwei Beispielen erhärtet werden. In einem Heimatkalender des Kreises Prenzlau [2, S. 136 – 137] aus dem Jahre 1929 findet sich der tänzerische Ablauf einer märkischen Hochzeit. Begonnen wurde diese mit dem ‚Brauttanz‘, einem Solotanz. Später folgte der ‚Rückereitanz‘, bei dem die Braut im Inneren zweier Kreise stand. Der Bräutigam mußte von außen durch die an den Händen gefaßten Gäste zu seinem künftigen Eheglück durchdringen — ein Ehetest?! Beim ‚Altweibertanz‘ wurde eine Polka gespielt, zu der die älteren Frauen des Dorfes sangen:
‚Jungfrau, din Pott brennt an,
du häst keen Bodder in de Pann.
Schmiet een Klut hinnerdran,
dänn brennt di't Fleesch nich an!‘
Gespielt wurden neben üblichen Volkstänzen wie Rheinländer, Polka, Walzer noch der ,,Abwaschtanz" und zum Abschluß der ‚Kedeltanz‘ mit den bekannten Versen:
‚Scheert den Kedel ut,
dat is mine Brut…‘
Die heute 88-jährige Hulda Kirke aus Wünsdorf schrieb uns zu den Festen ihrer Jugend ‚Dann Polonaise auf einen Tisch, mitten im Saale draufsteigen und sich mit dem Partner ohne Schamgefühl küssen. Es gab kein Pardon, wenn mal ein ungleiches Paar dem Alter entsprechend nicht wollte. Nun werden Sie ein wenig lächeln!?‘
Man kann sich nach diesen Worten die Ausgelassenheit der ländlichen Feiern vorstellen.
Zum Vergleich eine der wenigen, heute noch alljährlich im Januar stattfindenden Traditionen - die ‚Männerfastnacht‘ in Wiepersdorf im Fläming. Zugelassen sind nur verheiratete Paare; die Frauen erscheinen in Flämingtracht, die Männer im schwarzen Anzug. Neu Verheiratete des letzten Jahres müssen ‚antanzen‘ - eine Extratour, alle Feiernden stehen dazu im Kreis und klatschen. Es folgt ein buntes Durcheinander von Volkstänzen, den Abschluß bildet ein Essen um Mitternacht. Zwei Tänze sind es, die immer wieder verlangt und auch von allen beherrscht werden: ein Rheinländer-Potpourri und ‚Annemarie‘. Bei letzterem steht die Frau vor dem Mann auf der Kreislinie, nach jedem zweiten Schritt erfolgt eine Drehung. Bemerkenswert ist, daß die exakten Volkstanzschritte, z. B. die der Polka, nur noch von den älteren Paaren gezeigt werden, während die jüngeren Leute Diskorhythmen übernehmen. Musiziert wird in der Besetzung Gitarre, Schlagzeug, Trompete, Saxophon. Gespielt wird dabei vom Blatt (moderne Bearbeitungen alter Tänze durch DDR-Musikverlage), aber auch aus dem Gedächtnis. Der Leiter der Kapelle, Herr Kegel aus einem Nachbarort, erzählt: ‚Bis vor wenigen Jahren spielten bei uns noch zwei Rentner mit. Die kannten viele alte Tänze, vor allem Walzer und Volkslieder (z. B. ‚Es war in Treuenbrietzen‘) aus ihrer Jugend. Nach 20- bis 30mal spielen kann man die Melodien - bis heute.‘
Seit etwa 3 Jahren beginnen neue Volkstanz-Traditionen sich von Potsdam-Stadt aus zu entwickeln. Neben dem Bezirksfolkloreensemble, welches schon länger märkische Tänze auf der Bühne zeigt, engagieren sich Jugend-Musikfolkloregruppen für ‚Volkstanz zum Mitmachen‘. Das große Interesse der Jugend, aber auch älterer Menschen entsteht aus der frischen, lebendigen Musizierweise und einer Antanzgruppe, die das Lernen leichtmacht. Es wird vorgezeigt und sofort mit dem Publikum geübt. Die wachsenden Besucherzahlen der allmonatlichen Folk-Tanzabende in der HOG ‚Orion‘ am Stern und im JFZ Schlaatz sprechen für eine erfolgreiche Arbeit der Folkloregruppen ‚ANTIQUA‘ und ‚Folklore-Dick-Band‘ sowie der Antanzgruppe ‚Schwenkhops‘. Viele alte märkische Volkstänze werden auf diesem Weg neu belebt: ‚Juppjack‘, ‚Berliner Stillstand‘, ‚Schustertanz‘, ‚Kreuzpolka‘, ‚Siebensprung‘, ‚Figaro‘ (Tampet), ‚Herr Schmidt‘, der schon vorgestellte ‚Reichsverweser‘ und der ‚Totentanz‘. Dabei stellt sich ein virtuoser Tänzer in der Kreismitte tot und wird durch Küsse der anwesenden Frauen wieder zum Leben erweckt. Der Totentanz wurde noch um 1800 in der Mark getanzt.
Während zum Volkstanz, vor allem durch die dankenswerte Sammlung Oetkes ‚Schurt den Kedel ut‘ ([1], enthält 83 märkische Tänze mit Noten, Tanzbeschreibungen und historischen Anmerkungen), reichhaltiges Material vorhanden ist, sieht die Quellenlage für Volkslieder wesentlich prekärer aus. Es existiert außer Parasius‘ spezieller Sammlung zur Altmark [3] keinerlei märkische Volksliedsammlung in größerem Umfang.
Im 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts, als sich das Absterben des Volksliedsingens abzeichnete, begannen bürgerliche Enthusiasten mit einer umfangreichen Sammeltätigkeit. Für Franken (Ditfurt), Thüringen (Hartenstein), Lothringen (Pinck) und andere Gebiete entstanden hervorragende landschaftliche Volksliederbücher - aber es engagierte sich niemand für das Liedgut der Mark Brandenburg. Die existierenden märkischen Zusammenstellungen:
- Märkisches Liederblatt. Fritz Klämbt, Leipzig, 1912,
- Alte Volkslieder der Mark Brandenburg. Frankfurt (Oder), 1983,
- Volkslieder aus dem Oderbruch. Frankfurt (Oder), 1981
stellen nur einen Aufguß aus Erk/Böhmes ‚Deutschen Liederhort‘ (Berlin 1893/94 dar), dem Standardwerk deutscher Volkslieder, welches mehr als 1.000 verschiedene Lieder mit Varianten aus ganz Deutschland enthält.
Abschließend zu den schriftlichen Quellen noch zwei Hinweise: zum ersten - es gibt in der Wissenschaftlichen Allgemeinbibliothek Potsdam ein ‚Märkisches Liederbuch‘ [4] vom Ende des 19. Jahrhunderts. Dieses enthält 100 Texte märkischer Dichter zu Volkslied- bzw. volkstümlichen Melodien. Man findet mehr oder weniger (für den heutigen Geschmack meist weniger) gelungene lyrische Bearbeitungen von Sagen, Trink- und Wanderliedern sowie Lob- und Preisgesänge auf die märkische Heimat.
Als zweites - zum großstädtischen Volkslied und Berliner Gassenhauer gibt es mehrere, sehr sorgfältig erarbeitete Bücher von Lukas Richter. Um Überreste märkischer Volkslieder oder Volksliedvarianten aus der Mark festzustellen und zu erhalten, wurde 1985 vom Bezirkskabinett für Kulturarbeit Potsdam und ab 1986 von der Bezirksarbeitsgemeinschaft Musikfolklore eine Zeitungsaktion organisiert. Ziel war, Adressen von Leuten zu ermitteln, die diese Lieder noch kennen. Die traditionellen Melodien sollten aufgezeichnet und neu veröffentlicht werden. Es schrieben uns über 50 vorwiegend ältere Menschen. Die Auswertung dauert zur Zeit noch an.
Abzusehen ist, daß sehr viel Liedgut des Wandervogels, Schulvolkslieder, vom Arbeitersportvereinen, Naturgruppen und coupletartige Lagerfeuerlieder erhalten sind - wenig traditionell Märkisches.
In Brandenburg-Stadt beispielsweise, wo seit langer Zeit bis heute am Vorabend des 1. Mai ‚Hexenabend‘ (Walpurgisnacht) gefeiert wird, wären zugehörige Lieder zu erwarten gewesen. Die Kinder ziehen, als Hexen verkleidet (angemalt, mit einem Kissen als Buckel), von Haus zu Haus und erhalten Süßigkeiten. Außer einem Spruch ist nichts überliefert.
Wir möchten deshalb auch auf diesem Wege auffordern:
Falls Sie altes Liedgut aus unserer engeren Heimat kennen, welches nicht in den gängigen Liederbüchern enthalten ist, bitte schreiben Sie uns!
Uns interessieren auch eventuell vorhandene Volkslieder im Brandenburger oder Fläming-Platt und Lieder, die jedes Jahr zu bestimmten Anlässen gesungen werden. Wichtig wäre die Archivierung des überlieferten Notenmaterials solcher (Volks-) Tanzkapellen wie in Wiepersdorf bei der ‚Männerfastnacht‘.
Zum Abschluß eines der wenigen traditionellen Lieder, welches bis heute gern gesungen wird und typisch märkisch ist:
Fritze Bollmann
Und in Brandenburg auf dem Beetzsee, da steht ein Angelkahn
Und darin sitzt Fritze Bollmann mit seinem Angelkram.
Fritze Bollmann wollte angeln, da fiel ihm die Angel rin.
Fritze Bollmann wollte sie langen und dabei fiel er rin.
Fritze Bollmann schrie um Hilfe: ‚Liebe Leute, rettet mir,
denn ick bin ja Fritze Bollmann, aus die Altstadt der Barbier!
4.Und die Angel ward gerettet, Fritze Bollmann, der versuff.
Und seitdem geht Fritze Bollmann uff'n Beetzsee nicht mehr ruff.
Fritze Bollmann kam in' Himmel: ‚Lieber Petrus, laß mir durch, denn ick bin ja Fritze Bollmann, der Barbier aus Brandenburg!‘
Und der Petrus hatte Mitleid, und der Petrus ließ ihn rin:
‚Du kannst mir ja gleich barbieren, komm mal her und seif mir in.‘
Fritze Bollmann, der barbierte, Petrus schrie: ‚O Schreck und Graus, tust mir schändlich massakrieren, das hält ja kein Deibel aus!
Uff de große Himmelsleiter kannste wieder runterjehn,
kratz man unten feste weiter, ick laß mir ‚nen Vollbart stehn!‘“
Potsdam, im März 1987, Peter Pollack (BAG Musikfolklore)
Quellen:
[1] Herbert Oetke: Schurt den Kedel ut - märkische Volkslieder und Volkstänze, Halle/S., 1952,
[2] Heimatkalender im Kreis Prenzlau. 4. Jg. 1929, dort S. 136 - 137 „Alte Märkische Hochzeitstänze“ von Gustav Metscher,
[3] Ingeborg Weber-Kellermann: Parisius und seine altmärkischen Volkslieder. Berlin, 1957,
[4] Fritz Eichberg: Märkisches Liederbuch. Berlin, 1897,
[5] Franz Magnus Böhme: Geschichte des Tanzes in Deutschland. 2 Bände, Leipzig, 1886,
[6] Fritz Jöde: Der Musikant. Wolfenbüttel, 1923.
In der 64-seitigen Broschüre „Märkischer Almanach“ aus dem Jahr 1989 geht es um Folklore und Folklorepflege im Bezirk Potsdam
„Dann Polonaise auf einen Tisch, mitten im Saale draufsteigen und sich mit dem Partner ohne Schamgefühl küssen.“
„Nach 20- bis 30mal spielen kann man die Melodien - bis heute.“
„Es existiert außer Parasius‘ spezieller Sammlung zur Altmark [3] keinerlei märkische Volksliedsammlung in größerem Umfang.“
Zentralhaus und Bezirks- und Kreiskabinette
Das Zentralhaus für Kulturarbeit – hervorgegangen aus der 1949 gegründeten Zentralstelle für Volkskunst – wurde am 1. Februar 1952 in Leipzig als „Zentralhaus für Laienkunst“ gegründet und 1954 zunächst in „Zentralhaus für Volkskunst“ umbenannt, 1962 hieß es schließlich „Zentralhaus für Kulturarbeit der DDR“. Es war dem Ministerium für Kultur unterstellt. Seine Aufgabe bestand darin, Konzepte für die Entwicklung der Volkskunst sowie für die Klubarbeit in der DDR zu erstellen. Gemeinsam mit den untergeordneten Kreis- und Bezirkskabinetten war es für die kulturelle Breiten- und Jugendarbeit zuständig.
Foto: Buchtipp "Märkischer Almanach zur Märkischen Volksmusik"
Buchtipp "Deutsche Volkstanzkostüme"
(19.04.2023)
Deutsche Volktanzkostüme
Manchmal ist ein Blick in das Bucharchiv sehr informativ. Den hat für uns Marlies Koppehele, die Trachtenreferentin der DGV, getan und dabei ein lesenswertes Buch aus dem Jahr 1957 gefunden: „Deutsche Volkstanzkostüme“, herausgegeben vom Zentralhaus für Volkskunst, Entwürfe Hanna Leitner, wissenschaftliche Bearbeitung Alfred Fiedler aus dem VEB Friedrich Hofmeister Leipzig.
Bis etwa Ende der fünfziger Jahre des letzten Jahrhunderts hat die Kulturpolitik der DDR viel für die Pflege und den Erhalt von Brauchtum, wie zum Beispiel Volkslied und Volkstanz, unternommen.
Mögliche Gründe für die damalige Förderung sind aus heutiger Sicht eher spekulativer Art.
Als Arbeiter- und Bauernstaat ging es unter anderem darum, die Rolle der Städter (Arbeiter) und die der Landbevölkerung (Bauern) politisch, aber auch kulturell zu fördern, um ihnen Identität und Selbstbewusstsein zu geben, beziehungsweise dieses zu stärken.
Eventuell wollte man sich auch vom wirtschaftlichen und politischen „Konkurrenten“ BRD abgrenzen und vielleicht sogar auf dem Gebiet der Volkskunst Vorbild für ganz Deutschland sein?
Denn man erkannte relativ schnell, dass man gegen die kulturellen Einflüsse der englischen beziehungsweise amerikanischen Musik und Mode kein wirklich geeignetes Mittel hat, um diesen Konkurrenzkampf zu bestehen. Aber wie gesagt, dies ist rein spekulativ.
In diesem kulturpolitischen Spektrum wurden Kulturgruppen, wie zum Beispiel Chöre, Theatergruppen, Trachten- und Volkstanzgruppen, um nur einige zu nennen, von politischer Seite aller Ebenen, also Staat, Bezirk (Land), Kreis (Landkreis) und lokal finanziell, aber auch organisatorisch außerordentlich unterstützt. Auf lokaler Ebene geschah die Förderung meist durch Betriebe, wie Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaften (LPG), die oft mehrere hundert Mitarbeiter hatten, oder große Industriebetriebe.
So bildeten sich mehr oder minder flächendeckend sogenannte Volkskunstkollektive heraus.
Auf Kreisebene geschah diese volkskünstlerische, aber auch finanzielle Förderung durch das Kreiskabinett für Kulturarbeit.
Und auf Bezirksebene, also Länderebene, durch das Bezirkskabinett für Kulturarbeit.
Zusätzlich wurden sogenannte „Folklore-Ensemble“ in allen 15 Bezirken (einschließlich Ostberlin) unterhalten. Die Mitglieder der Folklore-Ensemble waren in aller Regel Berufs-Volkskünstler. Sie mussten eine entsprechende Eignung vorweisen und hatten beziehungsweise erhielten eine entsprechende Ausbildung auf dem jeweiligen Gebiet der Volkskunst.
In diesem Zusammenhang sind auch die Publikationen zum Thema Tracht beziehungsweise Volkstanz zu sehen. Volkskunst war damals ein Bereich, der eher noch unpolitisch agierte.
Ein sehr empfehlenswertes Buch ist „Deutsche Volkstanzkostüme“ dessen Vorwort einen guten Überblick über den Inhalt gibt.
Marlies Koppehele
Einführung
Dieses Werk verdankt seine Entstehung einem dringenden Wunsche unserer Volkstanzgruppen. Seit langem schon bemühen sie sich, ihre Tänze durch ein künstlerisches Tanzkleid im Ausdruck zu steigern. Was lag näher, als den reichen Schatz des nationalen Kulturgutes, der uns in unseren Volkstrachten gegeben ist, zu studieren, gehören doch Volkstracht und Volkstanz innig zusammen. Naturgemäß ergaben sich bei diesem Studium die mannigfachsten Fragen. Da die Volkstrachten selbst im Laufe der Zeit einem steten Wandel unterlagen, galt es zu entscheiden, welche Tracht zu wählen sei. Eine Originaltracht aber sich zuzulegen, mußte, ganz abgesehen von manchen ästhetischen und hygienischen Fragen, vielfach die Mittel überschreiten, die eine Volkstanzgruppe zur Verfügung hat, zumal hinzukam, daß sich laufend ihr Tanzprogramm erweiterte, sie also verschiedene Tanzkleider benötigte. Mit Notwendigkeit sah man sich daher nach Vereinfachungen um. Die umfangreichen Erörterungen um die Gestaltung eines finanziell erschwinglichen und doch volkskünstlerisch wertvollen Tanzkleides gipfelten schließlich in der Forderung nach einem Verwandlungskostüm. Dieses sollte imstande sein, ein Grundkostüm durch einige besondere Stücke so zu verändern, daß die Tracht eines Gebietes, in dem der Tanz beheimatet ist, charakterisiert wird. Es handelt sich zweifellos um kein einfaches Anliegen. Nahe lag auch, daß man die Lösung einer so schwierigen Aufgabe nicht den Volkstanzgruppen allein überlassen konnte. Trachtenforscher wie Kostümgestalter waren zu Rate zu ziehen. Als das Ergebnis ernster Bemühungen meinen wir, dieses Werk vorlegen zu können. Es will dem kulturellen Erbe der Volkstrachten ebenso gerecht werden wie den mannigfachen Notwendigkeiten, die mit der gegenwärtigen Volkstanzpflege gegeben sind.
Die hier gebotenen Lösungen stellen keinen Kodex dar, den man peinlich befolgen muß. Sie schließen andere und gar bessere Lösungen nicht aus. Im Übrigen haben sie den Hauptblick auf den Schnitt und das farbige Gesamtbild des Tanzkostümes gerichtet, so daß für die Gestaltung der Ornamente auf Haubenböden oder Schultertüchern freiester Spielraum verbleibt. Hier, meinen wir, sind die einfachen Möglichkeiten zu schlichter volkskünstlerischer Leistung noch heute für alle gegeben. Hier vermögen unsere Volkstanzgruppen sich mit den Zirkeln für angewandte Kunst zusammenzufinden, um ein fröhliches, sinnvolles, da einleuchtend zweckhaftes, Tun zu betreiben. Nichts kann und sollte sie hindern, traditionelles Gut geschmackvoll weiterzuentwickeln. Absichtlich möchten wir daher hier keine Muster verbindlich machen. An Anregungen zu eigener Gestaltung kann es nicht fehlen. Man nütze unsere Lichtbildreihe über „Deutsche Trachtenornamente“, die 1954 an alle Bezirkshäuser für Volkskunst ausgegeben wurde, ferner unser Trachtenbuch (A. Fiedler, Deutsche Volkstrachten, Hofmeister-Verlag, Leipzig 1954) sowie die zahlreichen über das Volkskunst-Ornament in der Zeitschrift „Volkskunst“ erschienenen Artikel.
So bewegt sich unser Werk absichtlich innerhalb klar gesetzter Grenzen. Es bietet vornehmlich Hilfe im Schnitt und im Blick für die gesamtkünstlerische Anlage des Kostüms. Es ist keine Frage, daß hier und nicht in der detaillierten Auszier durch Stickereien für unsere Volkskunstgruppen die größten Schwierigkeiten vorliegen. Für das Grundkostüm haben wir sogar einen regelrechten Schnittmusterbogen beigelegt. Im Übrigen dürften die sonstigen Schnittzeichnungen leicht ablesbar sein.
Grundsätzlich müssen wir bemerken, daß es sich in unserem Werk nicht um die Gestaltung von Volkstrachten, sondern um den Entwurf von Tanzkostümen handelt. Wer dies berücksichtigt, wird weder zu Fehldeutungen noch zu falschem Gebrauch gelangen. Wir meinen, diese Erklärung ausdrücklich zunächst einmal allen Trachtenforschern und Volkskundlern schuldig zu sein. Sie sehen die Volkstracht aus Gemeinschaftsbindung, Sitte und Brauch wie aus der Wechselwirkung mit der Mode, die ehedem die Kleidung der herrschenden Schichten war, seit Jahrhunderten hervorwachsen. Einige haben dabei sogar die Vorstellung eines organischen Wachstums zu entwickeln versucht, wie etwa der jüngst verstorbene Trachtenforscher des Odenwaldes, v. d. Au. Allzu oft hat man freilich dabei Vorgänge bewußter Trachtenformung von außen her übersehen. Doch sind wir auch der Auffassung, daß man der Entwicklung noch bei uns lebender Trachten nicht vorgreifen soll. Daher fußen unsere Entwürfe auch nur auf Vorlagen, die bereits museales Gut geworden sind oder nahe daran sind, solches zu werden. Trachten, die noch heute verbindlich im Alltag getragen werden, sind nicht berücksichtigt worden. Von ihnen haben bestimmt diejenigen die besten Aussichten fortzuleben, die die gesunde schlichte Formen aufweisen, wie dies in den oberbayrischen Gebirgstrachten der Fall ist.
Unseren Volkstanzgruppen aber wird man nahezulegen haben, mit den Tanzkostümen nur zweckentsprechend umzugehen. Dies wird umso mehr der Fall sein müssen, sofern sie etwa den Ausdruck in der Auszier besonders bühnenmäßig überhöhen. Nicht jedes eignet sich für alles; und was zum Beispiel auf der Bühne wirksam ist, wirkt möglicherweise auf der Straße nur lächerlich und abstoßend.
So sehr wir im Übrigen gehalten waren, alle Formen auf Vereinfachung hin zu durchdenken, wobei uns der Blick auf die Arbeits- und einfachen Sonntagstrachten leitete, so möchten wir nicht, daß die Kostümentwürfe Anlaß zu noch weiterer Abstraktion werden und zu reinen Phantasiegewändern führen. Wir müssen darauf bestehen, daß die Eigenart einer bestimmten Landschaft getroffen wird. Es sollten dabei auch nicht die Formbestände verschiedener Landschaften gedankenlos vermischt werden. Fast mußte es schon als gewagt gelten, einen gewissen Formenschatz deutscher Trachten auf drei Grundkostüme zurückführen zu wollen, wie wir es getan haben. Immer wieder hat man sich darauf zu besinnen, daß die Kostüme von den Volkstrachten her zu gewinnen sind und diese gewissermaßen zu vertreten haben, somit auch Zeugnisse der in ihnen antreffbaren typischen und charakteristischen Werte sein möchten. Insgesamt sollen es realistisch und ästhetisch reizvolle Prägungen sein. Sie sollen Freude und Optimismus ausstrahlen. Wir haben uns daher an den schönsten Ausdruck der Volkstrachten gehalten, den sie auf der Höhe ihrer Entwicklung zumeist haben. Da sind sie gewöhnlich sehr farbfreudig, während sie in der Zeit ihres Niederganges verblassen, mehr noch, verdunkeln.
Was die Auszier der Schultertücher, Brustlätze oder Haubenböden betrifft, so sei über die oben gegebenen Hinweise hinaus nur kurz bemerkt, daß die deutschen Trachten Blumenornamente bevorzugen. Geometrische Ornamente treten erst in zweiter Linie auf. Außerdem fanden nur wenige Blumen Verwendung. Es handelt sich meist nur um Rosen, Tulpen, Nelken oder Sternblumen. Diese bildete man jedoch nie naturalistisch in Form und Farbe nach, sondern ging frei mit ihnen um. Der Dreisproß gestattete beste Anpassung an die Architektur des Trachtenstückes und führte zur schönsten Füllung der zur Verfügung stehenden Flächen. Nichts dürfte uns heute hindern, die Anzahl der verwendeten Blumen zu vergrößern. Bei der farbigen Gestaltung ist jedoch zu beachten, daß leuchtende Farben, insonderheit das Rot, in der Tracht allgemein als die Farben der Jugend gelten. Besondere Verpflichtung in der Beachtung der Farben sind dem auferlegt, der eine heute noch gebräuchliche Tracht nachbildet.
Zum Schluß sei auf die Gesamtanordnung des Kostümwerkes eingegangen: Wir finden in ihm drei Grundkostüme vor mit jeweils besonderen Schnittangaben und einem Schnittmusterbogen. Von Grundkostüm I aus können 5 Verwandlungskostüme gewonnen werden, so ein Kostüm nach einer Braunschweiger, einer westfälischen, einer oberrheinischen, einer badischen und einer fränkischen Tracht.
Von Grundkostüm ll aus ist es möglich, Kostüme nach einer Mecklenburger Tracht, nach der Vierländer, der Scheeßeler, einer Harzer, einer Thüringer wie einer hessischen Tracht, ferner der Mönchguter, Gutachtaler und Schlierseer Tracht herzustellen.
Bei der Gruppe lll konnte eine Einheit nur im Schnitt gewahrt werden. Die Anzahl der Verwandlungen ist daher geringer. Doch bekommen wir gezeigt, wie wir zu einem Tanzkostüm nach einer Magdeburger, einer Vogtländer, Spreewälder, Jüterboger, Föhrer und Betzinger Tracht gelangen können. Im Übrigen zeigen die einzelnen Blätter rechts das vorgeschlagene Kostüm, links oben über dem Text die Originaltracht, von der in den meisten Fällen ausgegangen wurde. Nochmals sei unterstrichen: Die Entwürfe betreffen Bühnenkostüme, nicht aber Fest- oder Straßenkleider. Der Schnitt gibt nicht die historische Form der Tracht wieder. Er zeigt, welche Stücke jeweils für ein Kostüm gebraucht werden. Selbstverständlich muß er von Fall zu Fall nach Maß aufgestellt werden. Es ist außerordentlich wichtig, auf das Material und vor allen Dingen auf die Farbstellung zu achten. Wird Wert auf individuelle Ausführung gelegt, dann kann in der Farbe der Schürze, der Haubenbänder, der Stickerei, der Tücher, auch in der Breite des Rockbesatzes unterschieden werden. Bedingung ist jedoch, daß die Einheit des Gesamtbildes gewahrt bleibt. Nur die Anwendung als Bühnenkostüm gestattet die Verwendung von Applikation oder Kurbel- statt Handstickerei oder gar Malerei und von auswechselbaren Teilen.
Straßenschuhe in modischer Aufmachung und Söckchen passen niemals. Als Unterkleid ist ein weißer Rock, vielleicht sogar mit aufgesetzten Volants, angebracht, der die Weite des Oberrockes stützt.
Bezugsquelle
Das Buch ist nach wie vor beim Friedrich Hofmeister Musikverlag in Leipzig zum Preis von 24,50 Euro bestellbar
„DEUTSCHE VOLKSTANZKOSTUME“ Verwandlungskleider nach Deutschen Trachten. Herausgegeben vom Zentralhaus für Volkskunst, Entwürfe Hanna Leitner, wissenschaftliche Bearbeitung Alfred Fiedler, 1957, VEB Friedrich Hofmeister Leipzig.
Foto: „Deutsche Volkstanzkostüme“: Ein lesenswertes Buch aus dem Jahr 1957 Grafik: Hofmeister
Unterstützung beim Nähen
Am Samstag, den 18.03.2023, bekamen wir, das Tanzstudio Böhlen, Besuch von Marion Knorr. Sie unterstützte uns und gab uns gute Tipps, wie wir an unserer Tracht weiterarbeiten können. Für die Kleider und Schürzen fanden sich neue Lösungen.
Wir bedanken uns ganz herzlich bei Marion für Ihre Hilfe!
Foto: Unterstützung beim Nähen
Einladung zum Zampern
(25.02.2023)
Einlandung zum Zampern
Foto: am 25. Februar 2023
Jahreshauptversammlung des MHTV in Rädigke
Unsere jährliche Jahreshauptversammlung fand in diesem Jahr im Gasthaus Moritz in Rädigke (Hoher Fläming) statt.
Viele Mitgliedsvereine nahmen auch diesmal wieder in ihren unterschiedlichen Trachten daran teil.
Hierzu ein Beitrag der MAZ und der BRAWO :
Heimat- und Trachtenverein Trachten, Tänze, Bräuche und Sitten bewahren und weitergeben
Ein Artikel von Kristin Grünke
Der Mitteldeutsche Heimat- und Trachtenverein, ein Netzwerk der Heimat-, Volkstanz und Trachtenvereinigungen Sachsens, Sachsen-Anhalts, Berlins und Brandenburgs traf in Rädigke zusammen.
„Trachten vermitteln Identität und Heimatgefühl. Deshalb gehören sie nicht in Museen, sondern auf Straßen und Plätze“, so der Vorsitzende des Mitteldeutschen Heimat- und Trachtenvereins (MHTV) Charles Koppehele. Der Verein ist ein Netzwerk der Heimat-, Volkstanz und Trachtenvereinigungen der Bundesländer Sachsen, Sachsen-Anhalt, Berlin und Brandenburg. Die Bewahrung der regionaltypischen Trachten, der Volkstänze und der traditionellen Kleidung sowie regionaler Sitten und Bräuche stehen im Vordergrund.
Flämingkönigin Dörte Breidenbach erschien zur Veranstaltung in ihrer Flämingtracht
Der Gasthof Moritz in Rädigke diente als Örtlichkeit der jährlichen Jahreshauptversammlung des Vereins. Die aktuelle Flämingkönigin Dörte Breidenbach erschien zur Veranstaltung in ihrer Flämingtracht. „Flämingtrachten sind keine Kostüme, sondern Kultur, die es zu erhalten gilt“, so Breidenbach.
Anschließend führte Bernd Fredrich die zirka dreißig Delegierten der unterschiedlichen Vereinigungen des MHTV durch Rädigke und brachte den in unterschiedlichsten Trachten gekleideten Gästen mit seinem schier unendlichen Repertoire an Gedichten die Geschichte des Ortes näher, zeigte die Dorfkirche und Teile des Literaturweges. Voller Hingabe und Leidenschaft rezitierte Fedrich literarische Werke auf witzige und charmante Art und Weise, die jedem ein Lächeln ins Gesicht zauberte.
Frauen und Männer zogen in historischen Gewändern durch das beschauliche Rädigke
Die Gäste zogen alle Blicke auf sich mit ihrer Kleidung aus vergangenen Jahrhunderten. Frauen mit Rock, Bluse, Schürze, Schultertuch und Haube in unterschiedlichsten Farben und Männer mit Zylinder, Westen und Kniestrümpfen waren bisher selten in Rädigke zu sehen. Nordmanntrachten aus der Region Dessau um 1800, niedersorbische Trachten aus der Cottbuser Gegend, Elbauentrachten aus Torgau, bayrische Trachten vom Berliner Verein und viele andere Bekleidungen führten die Vielfalt der historischen Gewänder vor Augen. Ob für den Alltag, für die Arbeit oder für Festlichkeiten: für jeden Anlass gab es eine eigene Tracht.
Liedermacher Ronald Heber aus Bad Belzig singt und komponiert Lieder in Fläming Platt
Auch Liedermacher Ronald Heber aus Bad Belzig, authentisch gekleidet mit Weste, Kniehose und Dreispitz auf dem Kopf, eine Flämingtracht aus dem frühen 19. Jahrhundert als Hochzeitsbitter, nahm teil. Er singt und komponiert Lieder in der alten Sprache des Fläming Platt. Immer auf der Suche nach Wortsammlungen hält er die alte Sprache des Flämings am Leben und verbreitet sie mit seinen Auftritten.
Mangel an Kindern und Jugendlichen in den Vereinen und Gruppen
Rädigke wurde kürzlich Zeuge traditionsbewusster und engagierter Vereine und ihrer Mitglieder, die auf Veranstaltungen die Trachten und alte Volkstänze zeigen und für deren Erhaltung einstehen. „Übereinstimmend musste leider festgestellt werden, dass ein großer Teil unserer Gruppen weder Kinder noch Jugendliche in ihren Reihen hat. Die Mitglieder werden immer älter. Manche Gruppen müssen ihre Aktivitäten einstellen beziehungsweise stehen kurz vor ihrer Auflösung“, so Vorsitzender Koppehele. Jeder Heimat-, Volkstanz- und Trachtenverein des MHTV freut sich über neue Mitglieder, die mithelfen möchten, die regionalen Sitten und Bräuche für die zukünftigen Generationen zu bewahren.
Foto: Jahreshauptversammlung des MHTV in Rädigke
Der Heimatverein „Fläming-Freunde e.V.“ in Zielona Gora (Grünberg) in Polen.
(24.06.2022)
Auf Einladung des Kulturzentrums Zielona Gora weilte der Heimatverein „Fläming-Freunde e.V.“ vom 24.Juni bis 27.Juni 2022 in Grünberg beim Internationalen Tanz- und Folklorefestival
Nach Rücksprache mit dem Ministerium der Finanzen und für Europa des Landes Brandenburg und den Gastgebern in Polen machten wir uns auf den Weg nach Grünberg. Nach kurzweiliger Fahrt und bei schönstem Sommerwetter erreichten wir gut gelaunt die Stadt Grünberg. Gleich nach der Ankunft und einer freundlichen Begrüßung im Kulturzentrum begann das Folklore- und Volkstanzprogramm bei dem die Fläming-Freunde sogar zweimal auftraten. Da die Mehrzahl des Publikums unsere Darbietungen eher nicht verstehen würden, stand uns die Heimatfreundin, Friederike Rückert, als kompetente Dolmetscherin zur Seite. Jedenfalls bekamen wir für unsere beiden Darbietungen sehr viel Beifall.
An folgenden Sonnabend waren wir Gäste, aber auch Teil des großen internationalen Folkloreprogrammes. Dieses Festival fand in einer riesige Halle in einem Vorort von Grünberg statt. Nach dem Fahneneinmarsch der teilnehmenden Länder folgte eine bunte Programmfolge der angereisten Folkloregruppen. Mehrere hundert Volkstanz- und Trachtenfreunde aus vielen Ländern Europas, sowie aus Mexiko, zeigten ein wahrlich buntes Volkstanz- und Trachtenprogramm. Auch wir, der Heimatverein „Fläming-Freunde“ e.V., als einziger Vertreter Deutschlands bzw. des Landes Brandenburg, durften unser Programm aufführen.
Am abschließenden Sonntag ging es in ein Museumsdorf in der Nähe von Grünberg. Dort hatten wir die Gelegenheit, Brauchtum aus unserer Heimat, dem Fläming zu zeigen. Wir demonstrierten dem interessierten Publikum wie man Klemmkuchen backt. Natürlich haben wir schon vorher diverse Mengen an Klemmkuchen gebacken, um der großen „Nachfrage“ gerecht zu werden.
Auch im Museumsdorf zeigten wir nochmals Teile unseres Programmes.
Da die Stadt Grünberg von jeher ein bedeutendes Zentrum des Weinbaues war und ist, besuchten wir am Abschlußtag das Weinbau-Informationszentrum in Zabor. Damit schloß sich der Kreis bezüglich des Weinbautradition in Schweinitz an der Elster am Südrand des Fläming und der Region Grünberg.
An dieser Stellen möchte sich der Heimatverein „Fläming-Freunde“ bei unseren Gastgebern in Grünberg, dem Ministerium für Finanzen und Europa des Landes Brandenburg und speziell bei unserer Betreuerin Frau Danuta auf das Herzlichste bedanken.
Gleichzeitig verbinden wir die Hoffnung auf ein Wiedersehen in und mit Grünberg.
Charles Koppehele
Vorsitzender Fläming-Freunde e.V.
Tanz- und Trachtengruppe Salzfurtkapelle e.V. beim Deutschen Trachtenfest in Bruck in der Oberpfalz
In Bruck in der Oberpfalz im Landkreis Schwandorf startete am Freitag, den 17.06.2022 das große Deutsche Trachtenfest, welches nur aller zwei Jahre stattfindet und in wechselnden deutschen Regionen durchgeführt wird. Neben den 124 Trachtenvereinen aus Deutschland, der Schweiz und Tschechischen Republik waren auch Vereine aus den USA mit dabei.
Um 17 Uhr wurde mit einer großen Feier auf dem Marktplatz das Trachtenfest von Knuth Kreuch, Oberbürgermeister der Stadt Gotha sowie gleichzeitig der Präsident des Deutschen Trachtenverbandes und dem Landesvorsitzenden des bayerischen Trachtenverbands, Günter Frey, offiziell eröffnet.
Der deutsche Trachtenverband zählt nach eigenen Angaben rund eine Million Mitglieder. Sie sind aber nicht nur in der Bundesrepublik zuhause. Deutsche Trachtenvereine gibt es unter anderem in Brasilien, Chile, Polen, Rumänien und Russland. Das Trachtenfest fiel in diesem Jahr mit dem Oberpfälzer Gautrachtenfest und dem 100. Jubiläum des Volks- und Gebirgstrachtenvereins "Enzian" in Bruck zusammen. Der Verein hatte deshalb schon seit Mittwoch gefeiert. Die Vorbereitung für dieses mega Fest lag allein auf den Schultern des Trachtenvereins „Enzian“ Bruck und hat fast sieben Jahre beansprucht. Davor kann man nur den Hut ziehen.
Bei herrlichem Wetter und trotz der extremen Temperaturen waren ca. 5.000 Trachtler in ihren wunderschönen regionalen Trachten in der Stadt unterwegs und präsentierten ihre Vereine und ihre Heimatregionen.
Auch unser kleiner Verein, der Exot aus dem Landkreis Anhalt-Bitterfeld, konnte sich präsentieren und mit Vorführungen auf den zahlreich im Stadtgebiet befindlichen Bühnen zeigen, dass man auch in unserer Region der ehemals als „dreckigste Stadt Deutschlands“ bezeichnete Ort Bitterfeld, eine gewisse Tradition pflegen kann. Dies erforderte im Vorfeld jedoch ein umfangreiches Vorbereitungstraining aller unserer Vereinsmitglieder, denn wir wollten uns als einziger Vertreter des Landes Sachsen-Anhalt fehlerfrei präsentieren.
Der Freitagabend begann dann mit dem Einzug in ein riesiges Festzelt zum Bayrischen Heimatabend, welcher vom Bayrischen Trachtenverband mit den anwesenden Gaugruppen gestaltet wurde. Bei einer herrlichen Festzeltstimmung und mit zahlreichen Darbietungen der regionalen Tänze und Gebräuche klang der erste Abend aus.
Der Samstag stand dann wieder ganz unter dem Zeichen der regionalen Brauchtumsvorführungen, Vorstellungen der unterschiedlichen Trachten sowie Tanzdarbietungen auf den vielen Bühnen im Stadtbereich. Trotz der doch extremen Temperaturen fanden sich schon bereits am Morgen zahlreiche Gäste und Zuschauer ein. Gleichzeitig fand ein Trachtenmarkt statt, wo an 24 Ständen im Marktbereich die unterschiedlichsten Angebote, welche über spezielle Trachtenstoffe, Hüte und vielem Zubehör, reichten.
Der Samstagabend wurde dann allein vom Deutschen Trachtenverband unter Leitung von Knuth Kreuch moderiert und gestaltet. Dabei konnte unsere Verein, gemeinsam mit den Vertretern des Mitteldeutschen Heimat- und Trachtenverbandes, ein gemeinsames Bühnenprogramm gestalten und auf der Bühne im Festzelt darbieten. Dies wurde von den anwesenden ca. 5.000 Trachtlern und Gästen mit großer Begeisterung gefeiert. Der Landrat des Kreises Schwandorf, Thomas Ebeling bedankte sich an diesem Abend bei Organisator des Vereins „Enzian“ Bruck e.V., Jürgen Hofmann. Auch unser Verein hatte ein kleines Gastgeschenk dabei, welches wir anlässlich des 100-jährigen Bestehens des Vereins überreichen konnten. In Hinblick auf das nächste große Deutschen Trachtenfest in ca. 2 Jahren, war am Samstag auch der Oberbürgermeister der Stadt Wangen im Allgäu, Michael Lang, als nächster Ausrichter, in die Oberpfalz gekommen. Er lobte die tolle Vorbereitung des Festes und zog aber auch eine bittere Bilanz: „Wenn sich in der Politik nichts ändert, wird auch das Brauchtum sterben“.
Höhepunkt des dreitägigen Treffens war der großer Festumzug am Sonntag. Hierzu hatten sich auch der Bayrische Ministerpräsident Markus Söder als Schirmherr sowie Bayerns Finanzminister Albert Füracke, angekündigt. Der Sonntagvormittag begann mit einem Festgottesdienst im Festzelt mit allen Teilnehmern. Für unsere Leute eine neue Erfahrung.
Am Mittag begann der große Festumzug durch die Marktgemeinde Bruck. Der Festumzug mit 5.000 Trachtlern, begleitet von ca. 15.000 Besuchern, zog sich vom Festzeltplatz durch die gesamte Innenstadt. Unter den begeisterten Zurufen der Zuschauer und bei prallem Sonnenschein wurden die ca. 3 km Marsch absolviert. An uns lag es immer wieder zu erläutern, wo den Salzfurtkapelle genau liegt und wo denn unsere KAPELLE wäre.
Günther Frey, Präsident des Bayerischen Trachtenverbandes, zeigte sich sehr erfreut, dass wirklich ganz Deutschland mit allen Bundesländern hier vertreten ist. Dieses Wochenende war für uns als Verein und alle anderen Teilnehmer ein wirklicher Höhepunkt nach den zwei Jahren des Stillstandes durch die Pandemie. Leider ist es gerade für unseren Verein nicht immer so einfach, die nötige Anerkennung und Unterstützung der von uns vorgenommenen Brauchtumspflege, zu erhalten. Ja, aber wir als kleiner Verein haben bei diesem Deutschen Trachtentreffen, neben unserer Stadt Zörbig, auch den Landkreis ABI als Repräsentant vertreten und dies nicht zum ersten Mal. Diese Tatsache wird momentan noch nicht von allen so wahrgenommen und wir würden uns mehr Wertschätzung auch für die kleinen Vereine wünschen. Mit Stolz konnten wir von unserer Einladung zum Bundespräsidenten 2019 nach Berlin berichten und unserer Vereinsarbeit vorstellen. Wir sind deshalb sehr froh und möchten an dieser Stelle auch Dank sagen an die Unterstützer, Freunde und Gönner unseres Vereins. Insbesondere dem Landkreis Anhalt-Bitterfeld, sowie der Stadt Zörbig. Ohne dessen Unterstützung wären diese Projekte nicht umsetzbar.
Der Präsident des Deutschen Trachtenverbandes und OB von Gotha, Knuth Kreuch, lobte zum Abschluss die Macher des Festes und schloss mit der Bemerkung: „Gute Laune, die Sonne scheint vom Himmel und wir gehen jetzt mit einer positiven Stimmung nach draußen und freuen uns, wenn wir uns in zwei Jahren im Allgäu wieder treffen.“
Der Vorstand Klaus Pahl Tanz- und Trachtengruppe Salzfurtkapelle e.V
Foto: Tanz- und Trachtengruppe Salzfurtkapelle e.V. beim Deutschen Trachtenfest in Bruck in der Oberpfalz
Der Mitteldeutsche Heimat- und Trachtenverband e.V. auf dem Deutschen Trachtenfest
(17.06.2022)
Endlich, nach mehr als zwei Jahren, war es so weit, daß sich die Deutsche Trachtenfamilie wieder zu einem großen, zu ihrem großen Fest traf. Am 17. Juni 2022 trafen sich die Heimat-, Volkstanz- und Trachtenfreunde aus ganz Deutschland zum Deutschen Trachtenfest in Bruck in der Oberpfalz. Bruck in der Oberpfalz - eine ländliche Gemeinde nördlich von Regensburg.
Am Eröffnungstag, dem 17.Juni 2022, trafen sich einige hundert Trachtler auf dem Marktplatz zu Bruck, um der feierlichen Eröffnung durch den Präsidenten des Deutschen Trachtenverbandes, Herrn Knut Kreuch, und einem regionalen Trachtenprogramm beizuwohnen. Danach ging es mit Musik in das riesige Festzelt, wo das offizielle Eröffnungsprogramm durchgeführt wurde.
Der zweite Tag des Deutschen Trachtenfestes war tagsüber mit vielen Auftritten der angereisten Heimat-, Volkstanz- und Trachtengruppen ausgefüllt. In ganz Bruck errichtete man mehr oder minder große Bühnen, auf denen die Gruppen ihr Programm zeigen, bzw. man den Programmen anderer Gruppen bzw. Landesverbände zuschauen und zuhören konnte. Der Mitteldeutsche Heimat- und Trachtenverband (MHTV) war mit insgesamt sechs Gruppen angereist. Zusätzlich konnten wir noch die Gruppe der „Spargelfrauen aus Beelitz“ auf dem Fest begrüßen, sodaß der MHTV mit seinen Gruppen nicht zu übersehen war.
Am Abend des zweiten Tages hatten die Landesverbände die Möglichkeit ein eigenes Kulturprogramm in dem riesigen Festzelt zu zeigen. Die Folkloretanzgruppe aus Köpenick hatte im Vorfeld dafür gesorgt, daß wir ein kurzweiliges und buntes Volkstanzprogramm zeigen konnten. Alle angereisten Gruppen des MHTV beteiligten sich an dem Programm, daß sowohl in der Trachtenvielfalt als auch in der Darbietung ein ganz besonderer Punkt des Abends war.
Am Sonntag, dem Abschlußtag des Deutschen Trachtenfestes, folgte der obligatorische Trachtenumzug. Bei gefühlten 40 Grad im Schatten und Saunatemperaturen unter dem wolkenlosen Himmel war dies für alle beteiligten Gruppen eine außerordentliche Leistung.
Nach dem Umzug folgte der Fahneneinmarsch in das mit ca. 5.000 Leuten total gefüllte Festzelt. Dieser war ganz sicher neben dem Programm des MHTV am Vorabend eine weiterer bewegender Augenblick auf dem Deutschen Trachtenfest 2022.
Als Festredner konnten wir den Ministerpräsidenten des Freistaates Bayern, Herrn Markus Söder, begrüßen, der sich außerordentlich anerkennend über die deutsche Trachtenfamilie äußerte.
In einer feierlichen Zeremonie übergab die Gemeinde Bruck den symbolischen Staffelstab für das nächste Deutsche Trachtenfest im Jahre 2024 an die Stadt Wangen im Allgäu.
Es ist zu wünschen, daß sich auch dort wieder die viele Trachtler zu ihrem großen Fest gesund und munter wiedersehen.
Charles Koppehele Vorsitzender MHTV
PS: In unserer Galerie finden Sie Bilder dazu.
Berliner Bayern beim Deutschen Trachtenfest in Bruck
Berliner Bayern beim Deutschen Trachtenfest in Bruck
Zusammen mit Brauchtumsvereinen des Mitteldeutschen Heimat- und Trachtenverbandes war auch der „Verein der Bayern in Berlin e.V.“ auf dem „Deutschen Trachtenfest 2022“ in Bruck vertreten. Eingeladen hat der Trachtenverein “Enzian” Bruck, der gleichzeitig auch sein 100. Gründungsjubiläum gefeiert hat. Zudem galt das Fest auch als das diesjährige Oberpfälzer Gautrachtenfest.
Weit über 4.000 Trachtler aus ganz Deutschland, teils sogar aus Nachbarländern und Übersee, sind nach Bruck in der Oberpfalz gekommen. Es ist eine traditionsbewusste, aber auch zukunftsorientierte Marktgemeinde, gelegen im wunderschönen Sulzbachtal des Naturparks „Oberer Bayerischer Wald”.
Bei der Eröffnungsfeier zeigte sich Knut Kreuch, der Präsidenten des Deutschen Trachtenverbands und Oberbürgermeister der thüringischen Stadt Gotha, beeindruckt von der Organisation des Deutschen Trachtenfest in Bruck. Er bedankte sich recht herzlich bei der Brucker Bevölkerung, insbesondere bei den Mitgliedern des Trachtenverein “Enzian” Bruck, für ihren Einsatz bei der Vorbereitung des Festes.
Sichtlich erleichtert waren am Samstag, beim großen Heimatabend, die Festleiter Jürgen Hofmann und Peter Faltermeier. Die sieben Jahre Vorbereitung haben sich gelohnt, so Jürgen Hofmann, der auch der 1. Vorstand von „Enzian Bruck“ ist. Sein besonderer Dank galt neben seinen Vereinsmitgliedern, auch den Organisationen im Hintergrund, wie Feuerwehr, Polizei und Rotes Kreuz. Brucks Bürgermeisterin Heike Faltermeier lobte mit Stolz, was der Volks- und Gebirgstrachtenverein „Enzian“ geleistet hat. Unter den Ehrengästen waren auch der Landrat von Schwandorf, Thomas Ebeling, der Pfarrer von Bruck, Andreas Weiß, der Bürgermeister von Nittenau, Benjamin Boml, der Bürgermeister von Bodenwöhr, Georg Hoffmann, der Bürgermeister von Wangen, Michael Lang, sowie der Vorsitzende des Bayerischen Trachtenverbandes, Günter Frey. Günter Frey gratulierte dem Trachtenverein Enzian Bruck und allen seinen Helferinnen und Helfern zu der gelungenen Organisation des Festes. Er lobte deren Zusammenhalt und Gemeinschaftssinn.
Im Lauf des Heimatabends präsentierten sich auf der Festbühne die Tanzgruppen der 11 Landesverbände mit beeindruckenden Tänzen in ihren prächtigen Trachten, unterhaltsam moderiert von Knut Kreuch.
Danach fand die offizielle Übergabe des Deutschen Trachtenfestes für das Jahr 2024 an den Heimat- und Trachtenverein D‘Argentaler in Wangen im Allgäu statt. D’Argentaler sind Mitglied beim Bodensee- Heimat- und Trachtenverband. Der Oberbürgermeister der Stadt Wangen, Michael Lang, war hierzu extra in die Oberpfalz gekommen. Gemäß einem Oberpfälzer Brauch gab es für die Wangener einen sogenannten „Spießwecken“. Dies ist ein meterlanger Hefezopf, der praktisch als „gebackener Glückwünsch“ gilt. Der anschließende Verzehr soll Glück für alle Beteiligten bringen.
Während der Festtage fand im Ortskern auch ein Trachtenmarkt statt. Daneben konnten Im Rahmen von Bürgerfesten auf fünf Bühnen traditionelle und auch moderne Trachtentänze der einzelnen Trachtentanzgruppen erlebt werden.
Der Festsonntag wurde am frühen Morgen mit einem Weckruf der Sollbacher Böllerschützen eingeleitet. Nach dem Einholen der Vereine ins Festzelt zelebrierte Domkapitular Johann Ammer aus Regensburg die Festmesse mit anschließender Weihe des Jubiläumsfahnenbandes „100 Jahre Enzian Bruck“. Musikalisch begleitet wurde der Gottesdienst von der Gautrachtenkapelle Beratzhausen und den Oberpfälzer Moidln.
Höhepunkt der Feierlichkeiten war der anschließende Festumzug, zu dem auch der Schirmherr des Trachtenfestes, der Bayerische Ministerpräsident Markus Söder, angereist war. Er zeigte sich außerordentlich volksnah, indem er auch den direkten Kontakt zu den Trachtlern pflegte. Begleitet wurde er von Bayerns Finanz- und Heimatminister Albert Füracker.
Bei einem Bilderbuchwetter mit weiß-blauem Himmel und hochsommerlichen Temperaturen reihten sich über 130 Trachten- und Brauchtumsvereine in den Festzug ein. Darunter auch 6 Vereine des Mitteldeutschen Heimat- und Trachtenverbandes, organisiert von Marlies und Charles Koppehele, sowie von Jörg Dombrowski: Die Fläming-Freunde, Folkloretanzgruppe Berlin-Köpenick, Tanz- und Trachtengruppe „Salzburgkapelle“, Tanzstudio Böhlen der Musik/Kunstschule Landkreis Leipzig, Verein Rubisko Lübbenau, Spreewald und der Verein der Bayern in Berlin. Bereits beim Heimatabend am Vortag sorgte der Mitteldeutsche Trachtenverband mit der Annemarie-Polka für Hochstimmung im Festzelt, wo die Gäste in allen Gängen mittanzten.
Ein Highlight war dann auch der Einzug ins Festzelt. Allen voran der Bayerische Ministerpräsident Markus Söder unter den Klängen des Bayerischen Defiliermarsches, durch ein Spalier von über 100 Fahnen. Ein großer Beifall galt ebenso dem Einzug der Fahnen. Trotz des anstrengenden Umzugs bei Temperaturen von bis zu 37 Grad Celsius, ließen es sich die Fahnenträger nicht nehmen, ihre Fahnen beim Einzug eindrucksvoll zu schwingen. In Anspielung auf diesen schweißtreibenden Akt merkte Knuth Kreuch später ironisch an, dass man eine Tracht spüren muss, wenn sie auf der Haut klebt.
In seiner Ansprache lobte der Bayerische Ministerpräsident das Engagement des Trachtenvereins Enzian Bruck. Er sprach dem Festleiter Jürgen Hofmann ein großes Kompliment aus. Zu ihrem 100. Gründungsjubiläum gratulierte er dem Brucker Trachtenverein „Enzian“ mit einem Fahnenband der Bayerischen Staatsregierung.
Mit einem abschließenden Bühnenprogramm im Zelt und auf der Hauptbühne am Marktplatz fand das Deutsche Trachtenfest 2022 in Bruck dann seinen Ausklang.
Es war ein großartiges Trachtenfest mit bleibender Erinnerung für alle Teilnehmer und Besucher. Für die Marktgemeinde Bruck war es ein Jahrhundertereignis, das sich sicherlich auch positiv auf den Tourismus der Region auswirken wird. Es ging sprichwörtlich ein „Ruck“ der Deutschen Trachtenbewegung durch „Bruck“, wie der Präsident Knut Kreuch bereits in seinem Grußwort als Wunschgedanke angekündigt hatte.
Die Bayern aus Berlin verabschiedeten sich bei der Festmutter Uschi Bösl mit einem „Buddy Bär“, dem Kunstsymbol Berlins, das für Toleranz und Völkerverständigung steht.
Bericht: Helmut Amberger, 1. Vorsitzender des Vereins der Bayern in Berlin und freier Berichterstatter der Samerberger Nachrichten.
Foto: Berliner Bayern beim Deutschen Trachtenfest in Bruck
Herzlichen Glückwunsch
(10.04.2022)
Am 10. April 2022 feierte der Schlesierverein „Rübezahl“ Berlin sein 96.Gründungsjahr, sowie die Trachtengruppe des Vereines ihr 90. Gründungsjubiläum.
Damit ist der Schlesierverein neben dem Verein der Bayern in Berlin die zweitälteste Vereinigung innerhalb des Mitteldeutschen Heimat- und Trachtenverbandes. e.V. Im Auftrage des Deutschen Trachtenverbandes wurde unsere Gruppe mit einer Ehrenurkunde, sowie mit der Ehrennadel des Deutschen Trachtenverbandes ausgezeichnet.
Die Auszeichnung nahm im Auftrage des Mitteldeutschen Heimat- und Trachtenverbandes unsere Trachtenfreundin Monika Hartmann vor.
Der Vorstand des Mitteldeutschen Heimat- und Trachtenverbandes, sowie alle Heimat- und Trachtenfreunde des MHTV wünschen unseren Jubilaren Edeltraut und Horst Gniesewitz, sowie den anderen Trachtenfreunden des Schlesiervereines alles Liebe und Gute, vor allem natürlich viel Gesundheit.
Im Namen des Vorstandes des MHTV Charles Koppehele Vorsitzender
Foto: Herzlichen Glückwunsch
Grußwort
Grußwort der Gesellschaft für Volkstanz und des Mitteldeutschen Heimat- und Trachtenverbandes
Gemeinsam tanzen und singen wir wieder und weiter!
Eine entbehrungsreiche zweijährige Pandemiezeit hat uns und unseren Gruppen viel abverlangt. Nun wagen unsere Trachten- und Volkstanzgruppen wieder mit vorsichtigen kleinen Schritten den Weg zurück zur „Normalität“. Volkstanz und Trachtenpflege leben vom Miteinander, von der Gemeinsamkeit, von der Gemeinschaft. All das konnte in den Monaten der Unsicherheit und der Ungewissheit nicht ausreichend gepflegt werden.
Es war aber auch eine Zeit der Besinnung auf uns selbst und auf die Stärke unserer Gruppen. Mit viel Kreativität haben wir den Widrigkeiten getrotzt. Vieles aus der Pandemiezeit wird bleiben – im Positiven wie im Negativen - und das Leben unserer Gruppen und jedes einzelnen von uns wird sich weiter verändern.
Wir greifen die Idee der Deutschen Gesellschaft für Volkstanz des „Wir wollen wieder tanzen!“-Wochenendes gerne auf und rufen alle dazu auf, sich zu beteiligen. Wir müssen wieder sichtbar werden, müssen unsere Trachten und unsere Volkstänze - ja unsere Lebenslust – zeigen. Wir wollen wieder gesehen und wahrgenommen werden. Wir wollen Menschen zusammenbringen.
Volkstanz ist Lebenslust, die uns gemeinsam bewegt.
Deshalb macht mit!!!
Jörg Dombrowski
Stellvertretender Vorsitzender des MHTV und stellvertretender Vorsitzender der DGV
Wünsche des Vorstandes
des Mitteldeutschen Heimat- und Trachtenverbandes für ein erfolgreiches Jahr 2022 im Rahmen der Brauchtums- und Trachtenpflege
Liebe Heimat-, Volkstanz- und Trachtenfreunde! Liebe Gäste unserer Internetseite!
Nach zwei Jahren Pandemie befinden wir uns leider noch immer in einer Situation zwischen Ratlosigkeit und verhaltenem Optimismus. Die momentane Situation ist auf Dauer alles andere als leicht zu ertragen. Sie trägt schon gar nicht dazu bei, handfeste Pläne für die nächsten Wochen oder Monate zu schmieden. Dies betrifft nicht nur den privaten Sektor, sondern in besonderem Maße die Arbeit in und mit den Gruppen. So ist es nicht verwunderlich, daß sich zwei Gruppen aus dem Verband abgemeldet haben. Dies ist besonders Schade, da wir ein relativ kleiner Verband innerhalb des Deutschen Trachtenverbandes sind.
Es gibt aber auch positive Nachrichten. So konnten wir eine neue Gruppe für die Arbeit im Verband gewinnen und wir hatten auch einige Nachfragen bezüglicher Einzelmitgliedschaften. Alles in allem ist der Mitgliederbestand somit relativ stabil.
Trotz Corona und seinen starken Einschränkungen im Rahmen der Vereinsarbeit, haben sich doch einzelne Gruppe in den vergangenen Wochen und Monaten heimatkundlich engagiert. So wurde im letzten Jahr ein Projekt zum Thema „Fläming-Platt“ erfolgreich abgeschlossen. Auf Grund der Bedeutung wurde dieses Projekt vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur bedeutend gefördert.
Ein weiteres Projekt steht kurz vor dem Abschluß. Dabei geht es um den möglichen Eintrag in die UNESCO Liste für immaterielles Kulturerbe. Im Rahmen eines weiteren Projektes geht es um die Geschichte der „Sparsamen Anna“, einer Sandsteinskulptur, die eine junge Dame in Flämingtracht zeigt. Dieses für die Flämingkultur bedeutende Projekt wird freundlicher Weise durch den Landkreis Teltow-Fläming unterstützt und in besonderem Maße durch die Mittelbrandenburgische Sparkasse gefördert.
Abschließend hofft der Vorstand des Mitteldeutschen Heimat- und Trachtenverbandes auf einen gelungenen Neustart in der Nachpandemieära im Rahmen der überaus wichtigen Heimat-, Brauchtums- und Trachtenpflege.
Charles Koppehele Vorsitzender
Spendenübergabe der MBS an den Verein Fläming-Freunde e.V.
Schulbibliothek, Ruheinseln, Jugendfahrzeug – Über 118.000 Euro von der MBS für Vereine im Landkreis Teltow-Fläming
Potsdam, 19. November 2021 – Auch in diesem Herbst unterstützt die Mittelbrandenburgische Sparkasse (MBS) über 30 Vereine, Organisationen und Einrichtungen im Landkreis Teltow-Fläming mit über 118.000 Euro. Mit den Spenden aus dem Frühjahr gehen 2021 dorthin insgesamt 419.000 Euro Spendengelder der MBS. Stellvertretend für alle von der MBS bedachten Vereine im Landkreis Teltow-Fläming überreichte Andreas Schulz, Vorsitzender des Vorstandes der MBS, gemeinsam mit Landrätin Kornelia Wehlan und MBS-Marktdirektorin Katrin Zachlod unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln die Förderzusage am Freitag an den Verein Fläming Freunde e.V. in Jüterbog für das Projekt „Die sparsame Anna“.
Außerdem werden unter anderem gefördert: der Ludwigsfelder FC um seine Kinder Außerdem werden unter anderem gefördert: der Ludwigsfelder FC um seine Kinder-und Jugendarbeit zu intensivieren, der Förderverein der Goetheschule in Zossen um eine Schulbibliothek einzurichten und der Ludwigsfelder Kieze e. V. kann im Stadtgebiet Ludwigsfelde Ruheinseln schaffen, indem Bänke zum Verweilen aufgestellt werden sollen. Der Feuerwehrverein Wahlsdorf kann nun einen Spieleanhänger mit z. B. Hüpfburg, Stelzen und Schwungtuch für Kinder kaufen, der Kleingartenverein Heidegrün in Ludwigsfelde wird mit der Unterstützung Projekte des Umweltschutzes wie z. B. Anlegen von Wildblumenwiesen und Erhalt und Förderung des Anbaus alter Obstsorten umsetzen, der Förderverein der Kita Kunterbunt in Großbeeren möchte mit der Unterstützung den Kita-Alltag für die Kinder „kunterbunter“ gestalten und der Reitverein „Fläming“ in Jüterbog möchte im kommenden Jahr das 4. Jugend- und Frühjahrsturnier durchführen.
Andreas Schulz betonte während der Übergabe: „Auch in schwierigen Zeiten stehen wir an der Seite der Vereine in Teltow-Fläming. Gerade jetzt zeigt sich unsere enge Verbundenheit mit der Region. Wir wünschen dem Verein Fläming Freunde, aber auch den anderen bedachten Vereinen viel Erfolg und Spaß bei der Umsetzung ihrer geplanten Projekte und Vorhaben – im Interesse einer lebenswerten Region.“
Vertreter/in der Fläming-Freund e.V. (in Tracht), Vereinsvorsitzender Charles Koppehele (Mitte), Landrätin Kornelia Wehlan, MBS-Chef Andreas Schulz (3.v.rechts), Marktdirektorin Katrin Zachlod und Filialleiter Karsten Märkisch (rechts). Im Hintergrund: "Die sparsame Anna" Weitere Informationen zum Engagement der MBS finden Sie unter www.mbs.de/foerderung, www.mbs.de/blog und www.facebook.com/mbs.de.
Die Mittelbrandenburgische Sparkasse (MBS) ist mit einer Bilanzsumme von über 15,5 Mrd. Euro und über 1.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die größte Sparkasse Brandenburgs. Ihr Geschäftsgebiet umfasst die Landkreise Havelland, Oberhavel, Potsdam-Mittelmark, Teltow-Fläming und Dahme-Spreewald sowie die kreisfreien Städte Brandenburg an der Havel und die Landeshauptstadt Potsdam. Die MBS berät über 750.000 Kunden und ist zuverlässiger Partner von Privatkunden, Handel, Handwerk und Mittelstand sowie Kommunen in ihrer Region. Ihren hohen Anspruch an die Beratungsqualität belegt unter anderem die im Jahr 2021 erneut erreichte Auszeichnung „Beste Beratung vor Ort“. Traditionell engagiert sich die MBS stark für Bildung, Kunst & Kultur, Sport, Umwelt und Soziales in ihrem Geschäftsgebiet.
Foto: Spendenübergabe der MBS an den Verein Fläming-Freunde e.V.
Jahreshauptversammlung des MHTV
(17.10.2021)
Mitteldeutscher Heimat- und Trachtenverband e.V.
"Tracht braucht das gemeinsame Erleben”, so Charles Koppehele, der Vorsitzende des Mitteldeutschen Heimat- und Trachtenverbandes (MHTV). Nachdem während der Coronavirus Pandemie auf Treffen und viele Aktivitäten verzichtet werden musste, trafen sich Mitglieder des MHTV am “Tag der Tracht” 17. Oktober auf Schloss Wiepersdorf.
Dorthin hatte der MHTV eingeladen, der am Ehrentag der Tracht zugleich an sein 10-jähriges Bestehen erinnerte.
Mit dabei waren im MHTV organisierte Heimat-, Volkstanz- und Trachtenvereinigungen aus Sachsen, Sachsen-Anhalt, Berlin und Brandenburg, Einzelmitglieder sowie die der flämischen Mundart verbundene Geschichtswerkstatt aus Bad Belzig.
“Der Tag heute ist für unsere große Trachtenfamilie das erste Wiedersehen nach der Coronapause”, sagt Charles Koppehele und erklärt, dass der Verzicht auf Gruppentreffen während der Pandemie ein großer Einschnitt war. Um so größer war die Freude über das Wiedersehen auf Schloss Wiepersdorf. Dort waren neben den wunderschönen Flämingtrachten viele andere Trachten zu bewundern. Von der sorbischen über die schlesische bis hin zur bayerischen Tracht; inklusive traditioneller alpenländischer Alphornklänge.
Helmut Amberger, gebürtiger Bayer und seit 1978 in Berlin lebend, hatte eigens dafür sein Alphorn im Gepäck. Er bewies, dass Traditionen der Heimat auch aus der Ferne gepflegt werden können. Lachend verriet Amberger:
“Das Schuhplatteln habe ich aber erst in Berlin gelernt”.
Mit dabei war auch die amtierende Flämingkönigin Dörte Breitenbach. “Wir haben die Aufgabe, die Tracht in die Zukunft zu tragen. Das ist eine sehr schöne, aber auch große Aufgabe”, sagt die Flämingkönigin, die seit 2020 landauf und landab unterwegs ist, um für die Region zu werben.
Am Nachmittag standen Trachtenpuppen im Rampenlicht. Die temporäre Ausstellung interessierte nicht nur die Frauen und Männer in Tracht, sondern auch viele Einheimische. Immerhin war das älteste Puppenkind schon 101 Jahre alt.
Vieles wurde am Ehrentag der Tracht, die im Lauf der Zeit auch städtischen Modeeinflüssen unterlag, besprochen, beraten, bestaunt und bewundert. Dass die Bemühungen des MHTV, die Tracht vor dem Vergessen zu bewahren, von Erfolg gekrönt sind, bestätigte die aus Anlass des zehnjährigen Jubiläums des MHTV durch Charles Koppehele gehaltene Rückschau.
So war 2013 mit der Gruppe “Rubisko” aus Lübbenau erstmals eine Gruppe des MHTV durch den Deutschen Trachtenverband mit dem Prädikat “Tracht des Jahres” ausgezeichnet worden. 2017 wurde dann die Fläming Tracht geadelt – was für den im MHTV organisierten Verein “Fläming-Freunde” mit einem Ritterschlag gleichzusetzen war.
Trainingslager in der Landessportschule in Osterburg
Nach eineinhalb Jahren Corona bedingter Zwangspause konnte wir endlich das eingeplante Trainingslager in der Landessportschule in Osterburg durchführen. Durch die finanzielle Unterstützung des Kulturamtes des Landkreises Anhalt- Bitterfeld und unter Verwendung eigener Vereins- sowie privater Mittel war es möglich diese Maßnahme nunmehr umzusetzen. Pünktlich und voller guter Laune ging die Fahrt am Freitag, den 23.06.2021, zu unserem ersten Etappenziel Richtung Gardelegen zum Mittagessen in den Fischerhof Gahrns. In dieser gemütlichen und urigen Blockhütte, direkt am See, wurden wir sehr freundlich empfangen. Das Angebot an schmackhaften Fischgerichten bot für Jeden die passende Mahlzeit Nach einem kleinem Spaziergang am See wurde unsere Fahrt nach Osterburg fortgesetzt, wo wir pünktlich gegen 15.00 Uhr ankamen und nachdem sich einige Mitglieder dem obligatorischen Corona Test unterzogen hatten, wurde die Zimmer bezogen. Die sehr schönen und geräumigen Zimmer fanden die Zustimmung aller Teilnehmer. Danach ging es in unseren Trainingsraum, um zu testen, was nach der langen Zwangspause noch von den ansonsten perfekten Volkstänzen bei unseren Tänzer noch vorhanden war. Oje. Das sah nach viel Arbeit aus. Doch unsere Tanzleiterin verstand es die Truppe zu motivieren und so kam langsam wieder Schwung in das Training. Zum Tagesausklang wurde zur Abwechslung noch eine „ruhige Kugel“ geschoben. Da in der Landessportschule praktischer Weise eine Kegelbahn vorhanden ist, konnte man sich noch etwas sportlich betätigen. Bei einem gemütlichen Beisammensein klang der wunderschöne Sommertag aus und alle freuten sich auf den nächsten Tag. Nach einem ausgiebigen Frühstück am nächsten Morgen, wurde wieder fleißig unser Tanztraining fortgesetzt. Das fleißige Üben vom Vortag zeigte schon seine Wirkung, sodass bis zum Mittag fast alle Tänze wieder fast fehlerfrei klappten. An dieser Stelle möchten wir einmal die wirklich tolle Verpflegung zu allen Essenszeiten in der Sportschule ausdrücklich loben. Das Angebot war Abwechslungsreich, mehr als ausreichend und stets schmackhaft. Nach einer kleinen Verschnaufpause wurde gleich wieder das Tanzbein geschwungen. Für den späten Nachmittag war noch ein Waldspaziergang in das Kavaliershaus in das nahe Örtchen Krumke vorgesehen. Voller Elan ging es los in Richtung des Schlossparkes zum großen Kuchen essen. Dies hatten sich alle wirklich verdient. Nach der erholsamen kleinen Auszeit wurde bis zum Abend weiter an unseren Tanzdarbietungen gefeilt. Am Abreisetag wurden nur noch kurz ein paar Tänze wiederholt, denn wir wollten noch zur Mittagszeit ein Zwischenstopp in Beelitz auf dem Jacobs-Spargelhof einlegen. So neigte sich ein wunderschönes Trainingsvereinswochenende langsam seinem Abschluss entgegen. Alle waren letztendlich voller Tatendrang und freuten sich schon heut auf kommende ähnliche Vereinsfahrten. Diese Maßnahmen tragen nicht unerheblich zur Förderung des Zusammengehörigkeitsgefühls und zur Motivation eines aktiven Vereinslebens bei. Der Dank gilt auch ausdrücklich unserer Geschäftsführung, welche es immer wieder versteht, die dafür nötigen finanziellen Mittel zu aquirieren und die richtigen Orte dazu zu finden, um solche Vereinsfahrten überhaupt durchführen zu können. Alle sind bereits heut voller Vorfreude auf die nächste Trainingslager, denn im Jahr 2022 sind wir wieder Mitwirkende beim großen Deutschen Trachtenfest in Bruck in der Oberpfalz.